Berlin : SPD: Die Partei will dynamisch sein

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Die SPD wirbt mit jungen Wahlkämpfern um junge Wähler. "Die Politikverdrossenheit ist bei jungen Menschen besonders groß. Sie sollen sich angezogen fühlen und mitmachen. Junge Leute wollen nicht mehr ewig die selben Probleme diskutieren, sondern sie anpacken und lösen", sagt Dilek Kolat (34). Die türkischstämmige Wirtschaftsmathematikerin wird sehr wahrscheinlich dem nächsten Abgeordnetenhaus angehören. Sie zählt zu den 20 SPD-Kandidaten zwischen 22 und 37 Jahren. Zwei von ihnen stehen bereits an der Fraktionsspitze: Fraktionschef Michael Müller (34, selbstständiger Drucker) und sein Stellvertreter Christian Gaebler (36, Diplomingenieur). Weil nun alle so jung, so dynamisch und pragmatisch sind, kamen sie schwungvoll zum Pressetermin geradelt oder gerollert. Alle 20 kämpfen um ein Wahlkreismandat, nur haben höchstens zehn auch sichere oder doch chancenreiche Listenplätze. Macht nichts, Parteichef Peter Strieder wollte eine Wahlkampf-Botschaft loswerden: Die SPD tritt verjüngt auf, will "Berlin bewegen" und ist keine Partei des öffentlichen Dienstes mehr, denn diese Kandidaten sind in allen möglichen Berufen zu Hause, einige sind Studenten. Folglich freuen sich Strieder und Müller "auf eine lebendige, pragmatische Fraktion".

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