Berlin : SPD gegen Baupläne am Columbiadamm Statt Wohnungen sollen

Sportanlagen entstehen

Die SPD lehnt den vom Senat geplanten Bau von 1500 Wohnungen am Columbiadamm ab. Auf dem Landesparteitag der Sozialdemokraten am 13. November soll ein entsprechender Beschluss gefasst werden. Die SPD-Kreisverbände Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg legen dort ein gemeinsames Konzept für die Gestaltung des Tempelhofer Feldes vor. Der Vorschlag der Stadtentwicklungsverwaltung für ein Columbia-Quartier mit Baugruppen, Genossenschaftswohnungen oder Mehrgenerationenhäusern am nördlichen Rand des ehemaligen Flughafens Tempelhof wird „nicht befürwortet“.

Die Begründung: Im Ortsteil Kreuzberg sowie in den Bereichen Schöneberg-Süd, Tempelhof und Mariendorf fehlten insgesamt 15 Sportplätze. Das Tempelhofer Feld müsse „für den Abbau dieses Defizits“ genutzt werden. In einem 2009 abgeschlossenen Ideenwettbewerb hatten die Sieger eine dichte Bebauung nördlich und südlich des Columbiadamms vorgeschlagen – und zwar zulasten der noch bestehenden Kleingärten und Sportanlagen.

Die geplante Bebauung westlich des Schillerkiezes, das Stadtquartier Neukölln mit 1200 Geschosswohnungen, wird von der SPD unterstützt. Allerdings wird eine aufgelockerte Bebauung gefordert, um einen Übergang „vom verdichteten Innenstadtquartier zum offenen Parkgelände“ zu schaffen. Die neuen Wohnungen sollten für breite Schichten der Bevölkerung bezahlbar sein, heißt es im Antrag der SPD-Kreisverbände. Sie sollten vor allem Familien zugutekommen, die sonst aus sozialen Gründen den Norden Neuköllns verlassen müssten.

Die umstrittene Ansiedlung der Landeszentralbibliothek am Tempelhofer Damm wird von den Berliner Genossen befürwortet. Ihnen schwebt eine „Bildungsmeile“ zwischen Paradestraße und S-Bahnhof Tempelhof vor. Auch die Ansiedlung „innovativer Technologieunternehmen“ entlang der Stadtautobahn und der S-Bahntrasse wird unterstützt. za

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