SPD-Kreisvorstandswahlen : Kolats-Ortsverband Friedenau muss neu wählen

Kurz vor dem SPD-Parteitag im Mai wählen die Kreise ihre Vorstände. Nach innerparteilichem Zoff entschied die Schiedskommission: Die Friedenauer Parteigenossen müssen ihre Delegierten neu wählen. Und in Neukölln tritt Stadträtin Franziska Giffey als Vorsitzende an.

von
Dilek Kolat. SPD-Kreisvorsitzende in Tempelhof-.Schöneberg
Dilek Kolat. SPD-Kreisvorsitzende in Tempelhof-.SchönebergFoto: Davids

Die SPD Friedenau muss ihre 27 Delegierten für den Kreisparteitag am 26. April neu wählen. Das ist das Ergebnis der Landesschiedskommission. Zu Details wollte sich die Sprecherin der Berliner SPD, Josephine Steffen, nicht äußern. Der Chef der Friedenauer SPD, Serge Embacher, hatte die Kommission angerufen. So sollen Mitglieder des Ortsverbands beeinflusst worden sein, Delegierte aus dem Lager der Kreisvorsitzenden Dilek Kolat zu wählen. Kolat, seit 2004 Kreischefin in Tempelhof-Schöneberg , hat wie berichtet eine Gegenkandidatin. Anett Baron, die Vize-Landeschefin der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), tritt gegen Kolat an.

Auch im SPD–Kreisverband Neukölln gibt es eine Kandidatin für den Kreisvorsitz, nachdem der bisherige Vorsitzende Fritz Felgentreu angekündigt hatte, nicht mehr zu kandidieren. Die Bildungsstadträtin Franziska Giffey tritt als Nachfolgerin an. Franziska Giffey sagte, sie sei von vielen Parteigenossen zur Kandidatur gebeten worden. „Meine Kandidatur ist ein Dienst an der Partei. Der Kreisverband soll wieder enger zusammenrücken.“ Felgentreu unterlag auf einer Kreisdelegiertenversammlung knapp einer Abstimmung über die Frage nach Zusammensetzung eines Gremiums und kündigte danach seinen Rückzug vom Vorsitz an, den er seit 2004 innehat. Die Kreisvorstandswahl soll am 9. Mai stattfinden.

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben