Berlin : SPD-Linke fürchten möglichen CDU-Kandidaten Töpfer

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Der SPDDonnerstagskreis, äußerster linker Flügel im Landesverband, hat die eigene Partei in einem Positionspapier vor „Selbstgefälligkeit und Nachlässigkeit“ gewarnt. Zwar gebe es in Berlin eine breite linke Mehrheit und die SPD habe guten Grund, mit Mut und Zuversicht in die Abgeordnetenhauswahl zu gehen, die im kommenden Jahr anstehen. Aber „ein soziales Programm, das von einer glaubwürdigen Person repräsentiert wird“, könne bei der CDU durchaus zu erheblichen Zuwächsen der Wählerstimmen führen. Bis zu 40 Prozent trauen die Genossen im Donnerstagskreis der Union im besten Fall zu.

Eine Gefahr für die SPD wäre die Union dann, „wenn sie mit Klaus Töpfer antreten könnte“, heißt es in der Analyse der Linken. Der scheidende Direktor des UN-Umweltprogramms verbinde Glaubwürdigkeit, zum Beispiel in der Sozial- und Umweltpolitik, „mit dem Gewicht eines Mannes, der welterfahren und in höchsten internationalen Ämtern bewährt ist“. Töpfer wäre nicht nur ein starker CDU-Spitzenkandidat, sondern könnte auch ein attraktiver Partner für die Berliner Grünen werden. Die aktuelle Stärke der Sozialdemokratischen Partei ist nach Meinung des Donnerstagskreises „sehr relativ“ und beruhe auf einer schwachen Konkurrenz. „Wir sind keineswegs sehr stark aufgestellt.“ Eine klare politische Linie sei nicht erkennbar. „Die SPD gibt keine eindeutigen Ziele vor.“ za

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