Berlin : SPD  und Grüne hochzufrieden Reaktionen in Berlin

auf die Bremer Wahl

Für SPD und Grüne in Berlin ist der Wahlausgang der Bremer Bürgerschaftswahl eine politische Steilvorlage. Nach Hamburg sei dies der zweite große Wahlerfolg für die Sozialdemokraten in einer Großstadt, sagte SPD-Landes- und Fraktionschef Michael Müller. Eine tolle Bestätigung für Rot-Grün, mit einer starken SPD und einem populären Bürgermeister an der Spitze. „Mit unseren Themen Wirtschaft, Arbeitsplätze und sozialer Zusammenhalt liegen wir auch in Berlin richtig.“

Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop hofft, „dass uns der Rückenwind aus den vergangenen Landtagswahlen bis zum Erfolg bei der Abgeordnetenhauswahl trägt“. Dass die Landesverbände der Grünen in BadenWürttemberg und Bremen, die unterschiedlicher kaum sein könnten, gleichermaßen siegreich seien, zeige: „Wir sind in der politischen Mitte angekommen.“

Weniger gut gelaunt reagierten CDU und FDP. Beide Berliner Oppositionsparteien setzen aufs Prinzip Hoffnung. „Die Union wird bei der Wahl im September zeigen, dass wir in Großstädten besser abschneiden können als in Hamburg und Bremen“, sagte der CDU-Landes- und Fraktionsvorsitzende Frank Henkel. Die CDU werde dafür sorgen, dass sich Wowereit im Wahlkampf nicht einfach so durchmogeln könne. Im übrigen sei es erstaunlich, dass bei der Wahl in Bremen mit SPD und Grünen jene Parteien siegreich seien, die für die wirtschaftliche und finanzpolitische Misere in der Hansestadt verantwortlich seien.

Der FDP-Landes- und Fraktionschef Christoph Meyer nannte das Wahldebakel der Bremer Parteifreunde ein „bitteres Ergebnis“: „Es war uns aber klar, dass diese Wahl nur eine Woche nach dem Neustart der Bundes-FDP schwierig wird.“ Die Partei müsse jetzt daran arbeiten, für die Bürger wieder nachhaltig glaubwürdig zu werden. Rückschlüsse für die Berliner Wahl im Herbst will Meyer aus dem Bremer Ergebnis nicht ziehen.

Für die Linken in Berlin, noch Koalitionspartner der SPD, äußerte sich am Sonntag nur deren Bundestagsabgeordnete und Parteichefin Gesine Lötzsch. In dem, was sie sagte, drückte sich nicht der Wille aus, in Berlin weiterzuregieren. Stattdessen betonte Lötzsch, dass die Menschen eine „soziale Opposition“ links von Rot-Grün wollten. Sie war zufrieden mit dem Bremer Ergebnis. za

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