Berlin : SPD-Vorsitz: Stöß tritt eventuell an

Der Sprecher der SPD-Linken, Jan Stöß, schließt eine Kandidatur für den Landesvorsitz „jetzt nicht aus“. Aber dies wolle er in den Gremien der SPD diskutieren, sagte er am Freitag dem RBB-Radio Eins. Am Montag tagt der Landesvorstand der Sozialdemokraten, aber es gilt keineswegs als sicher, dass sich Stöß dort erklären wird. Der SPD-Mann, der den Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg anführt, versicherte, dass er bisher nichts Negatives über den seit 2004 amtierenden SPD-Landeschef Müller gesagt habe und dies auch weiterhin so halten werden.

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh teilten mit, dass sie sich in den Streit um den Parteivorsitz nicht öffentlich einmischen wollen. Dagegen problematisierte der Juso-Chef Kevin Kühnert die Doppelrolle Müllers als SPD-Spitzenmann und Senator. Nicht nur der Koalitionspartner CDU verfolgt den Machtkampf in der SPD mit Sorge. Der SPD-Führungsstreit komme derzeit nur der CDU zugute, die „mit Passivität“ gewinne, sagte Wolfgang Albers, Vorstandsmitglied der Linksfraktion. Um perspektivisch eine große Koalition zu verhindern, müssten Linke und Grüne mit der SPD „strategische Anknüpfungspunkte“ finden. sib/za

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