Berlin : SPD will beide Stimmen haben

Landeschef Strieder verlässt sich nicht auf Landesliste

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Im Schlussspurt des Bundestagswahlkampfes will die Berliner SPD mit einer Erststimmen-Kampagne für sich werben und damit den Grünen dieses Mittel aus der Hand schlagen. „Wir haben keine einzige Stimme zu verschenken“, sagte Landeschef Peter Strieder. Er kündigte erneut Parteiordnungsverfahren gegen fünf SPD-Mitglieder an, die mit zur Unterstützung des Grünen-Wahlkreiskandidaten Christian Ströbele (Friedrichshain-Kreuzberg) aufgerufen haben. Eine solche Kampagne „stützt Rot-Grün nicht, sondern beschädigt Rot-Grün“, so Strieder. Die Behauptung, der SPD-Kandidat in Friedrichshain-Kreuzberg, Andreas Matthae, sei über die Landesliste abgesichert, liege „neben der Sache“. Strieder erwartet, dass die SPD zehn der zwölf Berliner Wahlkreise holt: „Dann zieht die Landesliste nicht“, auf der Matthae auf Platz fünf steht. Rot-Grün brauche eine eigene Mehrheit. Das Berliner Wahlergebnis könne hierfür maßgeblich sein. Die Wahl der Direktkandidaten entscheide sich im Westen zwischen SPD und CDU, im Osten zwischen SPD und PDS. Wenn die PDS über drei Direktmandate in den Bundestag käme, „könnte das der Stolperstein für Rot-Grün sein“. In dem Sinne will die SPD die letzten Tage vor der Wahl zur Mobilisierung nutzen. Gru

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