Berlin : Spenden für Markus: Tausende Berliner folgten dem Aufruf

Suche nach Knochenmarksgeber für leukämiekranken 12-Jährigen

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1037 Berliner sind am vergangenen Mittwoch dem Aufruf gefolgt, sich als Knochenmarkspender für den leukämiekranken Markus Mersch aus Pankow registrieren zu lassen. „Diese Aktion – die bisher vierte für den Zwölfjährigen – war damit auch die erfolgreichste“, sagt Gisela Otto, Vorsitzende der Aktion Knochenmarkspende BrandenburgBerlin (AKBB). Die Blutproben werden jetzt im Labor untersucht. Findet sich kein geeigneter Spender, entnehmen die Ärzte Ende Juni Markus’ Vater Stammzellen – die aber nicht 100prozentig kompatibel sind.

Für einen Knochenmarkspender ist die Entnahme von Stammzellen vergleichsweise einfach. Die Transplantation hat auch nichts, wie häufig befürchtet, mit dem Rückenmark zu tun. Der Spender erhält vier Tage vor der Entnahme ein Medikament, dass sein Knochenmark zur vermehrten Ausschüttung der lebenswichtigen Stammzellen anregt. Diese werden dann aus dem Blut herausgefiltert – vergleichbar einer Blutplasmaspende. Anschließend flößen die Ärzte diese Zellen dem Patienten per Infusion ein, wo sie das krebsgeschädigte Knochenmark wieder aufbauen.

Wer sich als Knochenmarkspender registrieren lassen möchte, kann dies bei einem entsprechenden Arzt tun. Eine Liste findet sich im Internetangebot des Vereins ebenso wie Informationen für Geldspender, denn jede einzelne Typisierung kostet 50 Euro. I.B.

Der Verein im Internet:

www.akbb-verein.de

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