Spendenaffäre : Bürgermeisterin verteidigt sich

07.03.2008 00:00 Uhr

Reinickendorfs Bürgermeisterin und Finanzstadträtin Marlies Wanjura (CDU) hat in einer BVV-Sondersitzung die „politische Verantwortung“ für ihren umstrittenen Umgang mit Spenden und Sponsorengeldern übernommen.

Sie wies jedoch SPD-Vorwürfe zurück, das Finanzressort arbeite „schlampig“ . Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jürn Jakob Schultze-Berndt nannte die Kritik „lächerlich“. Dagegen forderte SPD-Fraktionschef Sascha Braun, Wanjura solle „ihren Stuhl räumen“. Eine Abwahl sei wegen der CDU/FDP-Mehrheit unmöglich, gab er zu.

Nach langer Erkrankung amtiert die 63-Jährige seit Mitte Februar wieder. Niemand wirft ihr persönliche Bereicherung vor, dennoch prüft der Landesrechnungshof einige Vorfälle. So sollen Spenden und Sponsorengelder durcheinander gebracht worden sein. Laut Marlies Wanjura hat der Bezirk seit 2002 etwa 220 000 Euro an Spenden erhalten.

„Aufklärungsbedarf“ gebe es nur bei zehn Spenden mit einer Gesamthöhe von 15 000 Euro, eine Arbeitsgruppe solle die Einzelheiten klären.CD

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