Spendenaktion : Im Kleinen helfen, Großes erreichen

57 Vereine, Projekte und Initiativen bekamen das Geld – alle danken den Lesern und dem Spendenverein.

Annette Kögel
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Mobil für sozial Schwache. »Die Forckenbecker« haben endlich ein Auto. -Foto: U. Steinert

„Vielen Dank für ihr Engagement!“ hat Katja Hintze vom Landesverband schulischer Fördervereine auf den Umschlag an den Tagesspiegel geschrieben, in rosafarbener Schrift, und hat eine Blume dazu gezeichnet. Die Blumen kommen stellvertretend von den Eltern, die ihre Kinder nicht mit auf Klassenfahrt hätten schicken können, wenn es die Tagesspiegel-Spendenaktion nicht gäbe. Insgesamt 2500 Euro gingen an bedürftige Familien. Manchmal sind das auch strenggläubige Migrantenfamilien, die nun keinen Grund mehr parat hatten, ihre Töchter nicht mitfahren zu lassen.

Das ist das Prinzip der Tagesspiegel-Spendenaktion: Im Kleinen helfen, und dabei doch möglichst Großes bewirken. Wir unterstützen vielfach Kiez- und Nachbarschaftsprojekte Ehrenamtlicher, die sonst kaum an große Etats herankommen. 57 Projekte hatte der Tagesspiegel-Spendenverein 2008/09 ausgewählt, die meisten in Berlin, einige in Brandenburg, aber auch im Ausland.

Im Spendenverein engagieren sich unter dem Vorsitz von Tagesspiegel-Personalchef und Jurist Moritz von Jagow Vertreter der Chefredaktion, von Buchhaltung und Vertrieb, aus der Redaktion. Sie alle freuen sich darüber, dass unser Spendenempfänger „Morus 14“ mit vielen ehrenamtlichen Helfern für benachteiligte Jugendliche in Neukölln im Laufe des Jahres sogar mit dem Integrationspreis ausgezeichnet wurde. Der Tagesspiegel gibt auch Geld an jene, für die sonst niemand sammelt. Resozialisierung von Straffälligen ist uns wichtig, deshalb halfen wir „Tamar“ für Frauen nach der Haft. Das Beratungscafé in der Kurfürstenstraße für Prostituierte erhielt ebenfalls eine Spende. Der Tagesspiegel half Eltern von Kindern im Koma, dem Beschäftigungsprojekt „Fahrradbau statt Fahrradklau“, ermöglichte die Behandlung von nicht krankenversicherten Menschen durch die „Malteser Migranten Medizin“.

Besonders glücklich waren auch die Frauen von der Interkulturellen Initiative, die ein Frauenhaus für Migrantinnen betreuen. Ihnen war das dringend benötigte Fahrzeug gestohlen worden. Auch hier brachten die Leserinnen und Leser dank ihrer Spenden etwas auf den Weg.

Die Juli-Beschäftigungswerkstatt Lichtenberg bedankte sich beim Spendenverein mit selbstgetöpferten Stiftbechern. Dafür sagen wir: Danke! Annette Kögel

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