Spendenaktion in Berliner Supermärkten : Zu Ostern „Eins mehr“ geben

Noch bis Donnerstag können hilfsbereite Berliner beim Einkauf in 53 teilnehmenden Supermärkten ein Produkt mehr besorgen und hinter der Kasse den Mitarbeitern der Berliner Tafel übergeben.

Laura Wieland

„Uns geht's gut – da muss man auch ein bisschen abgeben“, sagt Siegfried Uhl. Seit drei Jahren engagiert sich der 66-Jährige als ehrenamtlicher Mitarbeiter bei „Laib und Seele“. Das Gemeinschaftsprojekt der Berliner Tafel, der Kirchen und des RBB organisiert in Kirchengemeinden Ausgabestellen, wo sich bedürftige Menschen für einen Euro Lebensmittel abholen können. Mit der Spendenaktion „Eins mehr!“ soll ihnen über die Osterfeiertage zusätzlich geholfen werden. Noch bis Donnerstag können hilfsbereite Berliner beim Einkauf in 53 teilnehmenden Supermärkten ein Produkt mehr besorgen und hinter der Kasse den Mitarbeitern der Berliner Tafel übergeben. Die gespendeten Lebensmittel werden dann in den mittlerweile 43 Ausgabestellen von „Laib und Seele“ verteilt.

Siegfried Uhl arbeitet in der Ausgabestelle am Karl-August-Platz in Charlottenburg. „Wir versuchen, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen, sie zu unterstützen“, sagt der ehemalige Lehrer. „Nicht nur mit Lebensmitteln, sondern auch mit Lebenshilfe.“ Es seien viele einsame Menschen unter den Bedürftigen. „Aber bei uns wird niemand im Stich gelassen“, sagt Uhl. „Laib und Seele“ versorge bis zu 45 000 Bedürftige in allen Berliner Bezirken. „Die Menschen freuen sich und sind sehr dankbar für die Zusatzversorgung“, sagt Uhl.

Das Konzept „Eins mehr!“ sei einfach und habe sich bewährt: Ein Artikel mehr im Einkaufswagen mache sich auf dem Kassenzettel kaum bemerkbar. Uhl lobt die Spendenfreudigkeit vieler Berliner: Die meisten würden an der Sonderaktion teilnehmen. Wer noch spenden möchte, kann dies zum Beispiel am 20. März in der „Kaiser’s“-Filiale in der Königin-Elisabeth-Straße in Charlottenburg tun.Laura Wieland

Die Liste der teilnehmenden Supermärkte gibt es im Internet unter www.berliner-tafel.de. Mehr Informationen zu der Aktion „Eins mehr!“ unter Tel. 78 71 63 52.

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