Spendenaktion : Wasser ist zum Überleben da

Unsere Spendenaktion greift auch im Ausland: Die Welthungerhilfe bittet unsere Leser um Spenden für den Brunnenbau in Kenia.

Annette Kögel
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Kostbares Nass. Jeder Tropfen Trinkwasser ist für die Menschen in Kenia Gold wert. Seit Jahren hat es dort nicht mehr ausgiebig...Foto: dpa

Auch anlässlich des diesjährigen Weihnachtsfestes bittet der Tagesspiegel – wie seit nunmehr 17 Jahren – seine Leserinnen und Leser wieder um Spenden für die Weihnachtsaktion „Menschen helfen!“. 53 Projekte und Initiativen hat der Spendenverein der Zeitung aus dem Bewerberstapel ausgewählt. Einige Vereine und deren Arbeit stellen wir in unserer Spendenserie vor. Der Schwerpunkt der Hilfe liegt in Berlin und Brandenburg – doch wie jedes Jahr wollen wir auch ein Projekt im Ausland unterstützen, dort, wo es den Menschen weitaus schlechter geht als jenen in Nordeuropa.



Wenn unsereins sich waschen möchte, Zähne putzen will oder Durst hat, dreht er den Wasserhahn auf: eine Sache von Sekunden. Wer woanders auf dieser Erde auf die Welt gekommen ist, der muss teils täglich um sein Trinkwasser kämpfen, um das pure Überleben. „In Kenia laufen die Frauen oft bis zu 30 Kilometer zu Fuß bis zum nächsten Wasserloch“, berichtet Iris Krebber, die in dem südafrikanischen Land als Regionalkoordinatorin für die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) tätig ist. Infolge der Klimaveränderung hat es auch in dem District Kajiado südlich der Hauptstadt Nairobi schon seit drei Jahren keine nennenswerten Regenfälle mehr gegeben. Viele Angehörige der Ethnie Massai treiben ihr abgemagertes Vieh schon aus lauter Verzweiflung in die Hauptstadt, damit die Schafe und Ziegen wenigstens die Grasbüschel an den Straßengräben fressen können. Hungernde Menschen, unterernährte Kinder, verendete Tiere, wohin man sieht. Dieses Gesicht Kenias lernen die vielen Touristen – auch bei Berlinern sind die Urlauberhotels an der Küste beliebt – nur ganz selten kennen.

Die Deutsche Welthungerhilfe arbeitet auch in dem afrikanischen Land schon lange mit einheimischen Organisationen zusammen. Dieser Arbeit widmet sich der Wohlfahrtsverband mit aller Kraft, obgleich die Zentrale der DWHH in Bonn zur gleichen Zeit viel Internes organisatorisch stemmt. Erst war der überraschende Tod des Vorstandsmitglieds Manfred Hochwald zu beklagen und zu verkraften, er fehlt, das „Urgestein der Entwicklungshilfe“. Fünf Führungspositionen im Präsidium und Vorstand wurden zuletzt neu besetzt. Ingeborg Schäuble hatte ihr Ehrenamt als langjährige Vorsitzende aus privaten Gründen niedergelegt, jetzt widmet sich die frühere Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) als neue Präsidentin mit voller Kraft diesem Amt.

In den vielen Krisenländern in aller Welt engagieren sich die Not-, Katastrophen- und Entwicklungshelfer derweil für ihren Beruf, ihre Berufung. „Hier gibt es die schlimmste Dürre seit Jahrzehnten, wohin man sieht, ist nichts als Sand und Staub“, sagt Krebber über Kenia. Bereits vier Millionen Menschen können sich nicht mehr selbständig ernähren und sind auf fremde Hilfe angewiesen. „Vor allem Kinder leiden an Mangelernährung, haben Durchfallerkrankungen.“ Sie werden schwach, sie sterben.

Hier will der Tagesspiegel helfen. Es wird dringend Geld gebraucht, um Wassertanks zu bauen, die auch an Schulen aufgestellt werden. 8000 Euro kostet so ein 100-Kubikmeter-Tank. Die Einwohner bilden Wasserkomittees und regeln die Verteilung. Wenn es regnet, dann in Fluten, und alles wird weggeschwemmt. Um das kostbare Trinkwasser aufzufangen, fördert die DWHH Regenauffanganlagen, also Fels-Zisternen – derzeit müssen sie aber mit Trinkwasser befüllt werden. Auch für den Bau der Regenbecken mit angeschlossenen Wassertanks wird Geld benötigt. Infolge der Ausschreitungen nach den Präsidentschaftswahlen 2008 wurden 600 000 Menschen vertrieben, sie konnten ihre Äcker nicht mehr bestellen. Und wegen der weltweiten Wirtschaftskrise ist für die Menschen das Unerschwingliche in den kleinen Straßenläden noch teurer geworden. Annette Kögel

Das Konto: Spendenaktion Der Tagesspiegel e.V., Verwendungszweck: „Menschen helfen!“, Berliner Sparkasse, Konto- Nr.: 250030942, Blz 100 500 00. Onlinebanking ist möglich. Bitte notieren Sie Namen und Anschrift für den Spendenbeleg.

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