Berlin : Spender sollen mehrmals kommen, um die Zukäufe zu vermindern

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Das Rote Kreuz will seine rund 40 000 Berliner "Stammspender" ermuntern, sich mehrmals im Jahr Blut abzapfen zu lassen, um vom Kauf von Blutkonserven aus anderen Bundesländern weniger abhängig zu sein. Derzeit kommen regelmäßige Spender jährlich durchschnittlich 1,7 Mal zur so genannten Vollblutspende, bei der jeweils ein halber Liter abgegeben wird, sagte Elke Gossrau, Leiterin des DRK-Blutspendedienstes. Man wolle, dass die Spender drei bis vier Mal kommen. Verträglich seien jährlich bei Männern bis zu fünf, bei Frauen vier Spenden, so Gossrau. Der Jahresbedarf von zuletzt knapp 170 000 Blutkonserven in der Stadt werde nur zu rund 40 Prozent von Berlinern gedeckt, der Rest wird bei westdeutschen Rot-Kreuz-Verbänden gekauft.

Grundsätzlich fürs Spenden geeignet sind gesunde Erwachsene. Nicht spenden dürfen Menschen mit Infektionskrankheiten, eine halbjährige Sperre gilt zum Beispiel nach Operationen. Für eine Spende samt Voruntersuchung und Erholungsphase muss man sich rund eine Stunde Zeit nehmen. Ein Entgelt zahlt das Rote Kreuz im Gegensatz zu privaten Blutspendediensten nicht, es wird nur ein Imbiss gereicht. Einen Rückgang an Spendern gebe es wegen der zahlenden Konkurrenz nicht, betont Gossrau. Die Spenderzahl sei 1999 um 1,5 Prozent gestiegen.

Wie immer nach Feiertagen oder zu Ferienzeiten sind Blutkonserven derzeit knapp. Bei einer Spendeaktion im Forum-Hotel am Alexanderplatz warb der Wohlfahrtsverband am Dienstag für den Dienst zugunsten des Allgemeinwohls.Fragen zum Blutspenden beantwortet das Rote Kreuz unter Telefon 0800 11 949 11, über Spendetermine informiert ein Ansageband unter Telefon 19 701.

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