Berlin : Spitzendeutsche unter sich

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Familientreffen der deutschen Hotel- und Restaurantbranche in Berlin: Die „Bunte“ lädt alljährlich ein, diesmal am Dienstag ins „Felix“. Doch die „hundert besten Köche“, wie das Ereignis früher hieß, spielen kaum noch eine Rolle, denn das Magazin hat sich den „Orden One100“ ausgedacht, eine ganz generelle Liste der Top-Deutschen. Da ist nur noch für ein paar Köche Platz, und deren Namen – Wohlfahrt, Müller, Winkler, Thieltges – sind für die Branche ungefähr so überraschend wie ein weich gekochtes Frühstücksei. Und dass Johannes B. Kerner erst Johannes Lafer zum „Besten Fernsehkoch des Jahres“ ausrufen durfte, bevor er dann selbst von Joachim Hunold, dem Air-Berlin-Chef und Kerner-Werbepartner, zum „Gastgeber des Jahres“ ernannt wurde, verblüffte nur insofern, als anschließend darauf verzichtet wurde, auch Hunold zu irgendwas zu ernennen. Immerhin fiel für Berlin noch eine Kleinigkeit ab, denn Christian Lohse , der Küchenchef von „Fischers Fritz“, trägt nun den Titel „Aufsteiger des Jahres“, allerdings ohne Ordensrang. Zwecks Erzeugung hübscher Bilder waren ein paar Schauspielerinnen, beispielsweise Gudrun Landgrebe und Anja Kling , als Laudatorinnen geladen, und noch viel hübschere Bilder gab es dann nach Mitternacht, als die gesamte Runde zum Marlene-Dietrich-Platz umzog, wo Hans-Peter Wodarz ein paar appetitanregende Szenen aus seinem erotischen Tanzspektakel „Belle et Fou“ vorführte. Man hat sich das ungefähr wie Friedrichstadtpalast vorzustellen, nur kleiner, direkter und ungefähr ein Jahrhundert moderner. Klar: Nächstes Jahr ist auch Wodarz reif für den Orden. Der Titel findet sich. bm

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