Berlin : Sportflieger können die Ortung durch Radar leicht umgehen

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Herr Pillau, welche Kontrollen erleben Sie auf Flughäfen?

Bisher konnte ich als Pilot problemlos auf das Flugfeld. Meine Passagiere wurden überprüft. Neuerdings werden auch die Piloten kontrolliert. Die Maßnahmen sind uneinheitlich: In Tegel nimmt man mir im Winter den Türschlossenteiser als „gefährliche Flüssigkeit“ ab – in München interessiert das zum Beispiel niemanden.

Und auf Flugplätzen in Brandenburg?

Für Menschen, die auf den jeweiligen Sportflugplätzen bekannt sind, gibt es keine Kontrollen. Theoretisch ist es vorstellbar, dass ein Sportflieger in Brandenburg mit Sprengstoff an Bord losfliegt. Aber ich halte Piloten nicht für eine gefährliche Gruppe.

Was dürfen Sie als Pilot mit an Bord ihre Sportflugzeugs nehmen?

Inzwischen nicht einmal mehr eine Nagelschere. Es ist irrwitzig, denn sobald ich im Cockpit sitze, habe ich ein Beil: Die Crash-Axt hängt im größten Airbus und der kleinsten Robin. Mit ihr kann man bei einer Notlandung die Frontscheibe zertrümmern. Genauso gut könnte man damit mühelos seine Fluggäste erschlagen.

Können Sie das Radar umgehen?

Theoretisch ja. Bei einer Flughöhe von 100 bis 200 Metern wird die Maschine vom Radar nicht erfasst. Durch den Transponder in meinem Flugzeug bin ich für die Flugüberwachung identifizierbar. Schalte ich ihn aber nicht ein, bleibe ich ein unbekannter Punkt auf dem Radarschirm.

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