Berlin : Sportschützen: Wettkampfstätte gesucht

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Die Suche nach einer Wettkampfstätte für 1400 Sportschützen geht weiter. Obwohl im Ergebnis eines jetzt vorliegenden Gutachtens ein Areal in Grünau "als geeignet" bezeichnet wird, ergab eine Besichtigung mit Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Bezirks genau das Gegenteil. "Die Fläche an der Straße 880 ist völlig ungeeignet, weil nur rund 200 Meter entfernt ein Wohngebiet liegt", erklärte gestern Baustadtrat Dieter Schmitz (SPD) auf Anfrage. Auch der Leiter des Sportamtes, Steffen Senkbeil, betont, dass der Lärm, der von der Wettkampfstätte ausgehen würde, den erlaubten Pegel von rund 50 Dezibel um etwa 20 Dezibel überschreiten würde. Zumindest bei der von den Sportlern geforderten "offenen Anlage" sei das der Fall.

Wie berichtet, müssen die Schützen aus neun Vereinen ihre Trainingsstätte an der Rudower Chaussee räumen. Denn auf dem Areal sollen Institutsgebäude der Humboldt-Universität entstehen. Das ist seit langem bekannt, doch auch nach dreijähriger intensiver Standortsuche liegt momentan noch kein Ergebnis vor. Baustadtrat Schmitz ist davon überzeugt, dass man in Berlin keinen geeigneten Platz für eine Wettkampfanlage findet, die mindestens mindestens einen Kilometer von einem Wohngebiet entfernt liegen müsste. Schmitz macht allerdings noch einmal darauf aufmerksam, dass es bereits ein so genanntes Planungsrecht für eine Schießanlage am Altglienicker Kirschweg gebe. Aber der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses lehnte diese "offene Stätte", für die rund 8,5 Millionen Mark nötig gewesen wären, ab. Wie es jetzt weitergeht, ist noch unklar.

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