Sportsenator : Henkel freut sich über fünf Mal Gold für Berlin

Der Sport- und Innensenator zieht eine positive Olympia-und Sportbilanz - und kündigt weitere Investitionen für Vereine an.

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Sport- und Innensenator: Frank Henkel (CDU). Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Sport- und Innensenator: Frank Henkel (CDU).Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Mit der „Ausbeute“ für Berlin bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ist Sportsenator Frank Henkel (CDU) sehr zufrieden. 47 Berliner Sportler seien nach Brasilien gereist. Mit Stand Dienstagvormittag habe es bisher 20 Medaillen für deutsche Sportler gegeben, fünf davon seien von Berlinern gewonnen worden. „Das heißt, jede vierte Medaille ist made in Berlin. Das ist eine gute Bilanz“, sagte Henkel am Dienstag.

Berlin sei Deutschlands größter Olympia-Standort mit 50 Spitzensportlern und fünf Paralympics-Sportlern. Diese wurden zwischen 2012 und 2015 mit rund einer Million Euro gefördert. Im Olympiastützpunkt Berlin trainieren rund 500 Athleten aus Bundeskadern über 30 Sportarten. Dort arbeiten 25 hauptamtliche Trainer. Das Bundesministerium des Innern trägt den Großteil der Kosten. Das Land förderte zwischen 2012 und 2015 den Olympiastützpunkt mit rund 2,37 Millionen Euro. Die Förderung des Spitzensports sei „unverzichtbar“.

Henkel hatte am Dienstag den 5. Sportbericht 2012 bis 2015 vorgestellt, der vom Senat beschlossen wurde und dem Abgeordnetenhaus zugeleitet wird. „Insgesamt kann die Sportmetropole Berlin auf vier erfolgreiche Jahre zurückblicken”, so Henkel. Mehr als 40 nationale und internationale Sportereignisse gab es in der Stadt: die Volleyball-Europameisterschaft der Frauen 2013, die Schwimm-EM 2015, die Uefa-Finalspiele, die WM im modernen Fünfkampf, die Makkabi-Games mit 2300 Sportlern aus 36 Ländern. Zum Internationalen Deutschen Turnfest in 2017 werden 100 0000 Teilnehmer erwartet. Und die Leichtathletik-EM 2018 wird im Berliner Olympiastadion stattfinden. Sport sei „mehr denn je ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor“.

Und immer mehr Berliner machen aktiv Sport. Die Zahl der Mitglieder beim Landessportbund (LSB) ist zwischen 2012 und 2015 um 30 000 Mitglieder auf 630 000 gestiegen. Diese sind in 2400 Sportvereinen aktiv, die auch mit Angeboten für Flüchtlinge einen großen Beitrag zur Integration leisten. Im Breitensport sind 4600 lizensierte Übungsleiter aktiv, die das Land mit 6,14 Millionen Euro gefördert hat. Trainer im Kinder- und Jugendsport hat das Land mit rund zwei Millionen Euro bezuschusst. Ende 2015 beschäftigte der LSB rund 45 hauptamtliche Trainer in 21 Sportarten, die vom Land mit rund 10,62 Millionen Euro gefördert wurden. In Berlin gibt es etwa 2000 Sportanlagen. Henkel betonte, dass die Ausgaben für die Sanierung der Anlagen von neun auf 18 Millionen für 2017 erhöht wurden. 2016 und 2017 stehen den Sportvereinen jährlich 2,2 Millionen Euro im Vereinsinvestitionsprogramm zur Verfügung.

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