Berlin : Spreepark GmbH will den Verfall der Ausflugsgaststätte aufhalten

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Die denkmalgeschütze, leer stehende Gaststätte "Eierhäuschen" im Plänterwald soll vor Vandalismus geschützt werden. Die Spreepark GmbH als Pächterin der historischen Ausflugsgaststätte, hat jetzt einen Wachschutz engagiert, der das Gelände kontrolliert. In den vergangenen Monaten mussten immer wieder eingeschlagene Fensterscheiben erneuert werden, sagt Geschäftsführer Hans-Ludwig Trümper. Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung und auch Anwohner halten diese Maßnahme für wenig sinnvoll.

Sie fordern die Spreepark GmbH auf, endlich das verfallene Haus zu sanieren. Laut Vertrag mit dem Senat hätte die wiederhergerichtete Ausflugsgaststätte bereits 1998 wieder in Betrieb gehen müssen. Doch Trümper sieht sich nach wie vor nicht in der Lage, mit den Bauarbeiten zu beginnen. "Die Geschäftsgrundlage ist inzwischen eine ganz andere", versucht der Geschäftsführer dem Bezirksamt und dem Senat seit Monaten klarzumachen. Denn erst nach Abschluss des Pachtvertrages sind Teile des Spreeparks zum Landschaftsschutzgebiet erklärt worden. "Aus diesem Grund wird ein wirtschaftlicher Betrieb des Restaurants unmöglich", sagt Trümper. Diese Verordnung verbietet beispielsweise das Aufstellen von Tischen und Bänken im Freien. Doch gerade das mache den Reiz einer Ausflugsgaststätte aus: "Wir möchten an der Biergarten-Tradition festhalten." Außerdem fehlen nach Trümpers Angaben ausreichende Besucher-Parkplätze: Die Senatsumweltverwaltung besteht aber auf ihren 15 genehmigten Stellflächen. Trümper scheint inzwischen das Bezirksamt davon überzeugt zu haben, dass das unzureichend ist. Bürgermeister Siegfried Stock (SPD) will sich jedenfalls "für mehr als 15 Stellplätze einsetzen". Stock will dem Spreepark jetzt erneut eine Frist setzen. Auch die Bezirksverordneten beschäftigen sich demnächst wieder mit dem Eierhäuschen: So liegt aus der vergangenen Legislaturperiode noch ein Antrag der Bündnisgrünen vor, der die Herauslösung der Ausflugsgaststätte aus dem Erbaupachtvertrag und die erneute Ausschreibung fordert.

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