Berlin : Springer-Verlag boykottiert PDS-Anzeigen

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Vier Wochen vor der Abgeordnetenhauswahl hat es der Axel-Springer-Verlag abgelehnt, zwei Anzeigen der Linkspartei/PDS in seinen Zeitungen abzudrucken. Darin wollte Wirtschaftssenator Harald Wolf für die Fortsetzung der rot-roten Koalition werben. Befragt nach den Gründen, verwies ein Verlagssprecher auf eine Erklärung von 2002. Damals, bevor die PDS in Berlin zur Regierungspartei wurde, hieß es, der Verlag werde generell keine PDS-Anzeigen abdrucken. Als Erklärung nennt der Verlag „die Beobachtung der PDS durch den Verfassungsschutz“. Dass die Berliner PDS anders als einige andere Landesverbände gar nicht vom Verfassungsschutz beobachtet wird, spiele bei der aktuellen Entscheidung keine Rolle, sagt der Springer-Sprecher. Die PDS wirft dem Springer-Verlag vor, „zurück im Kalten Krieg“ zu sein. Parteisprecher Axel Hildebrandt vermutet politische Motive: „Entweder gab es eine Binnenrebellion. Oder es gab einen Anstoß von außen – von wem auch immer.“ lvt

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