Berlin : Sprung in die Spree

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Rein ins kalte Nass: Ute Weingarten, Sprecherin des Vereins „stadtkunstprojekte“, sprang gestern als eine der ersten in eine neue Berliner Attraktion – in das noch ungeheizte Becken des „Badeschiffs Spreebrücke“. In drei Tagen eröffnet vor der Arena in Treptow dieses schwimmende Freibad. Ein 450Tonnen-Wasserbottich ist dafür im Osthafen zu Wasser gelassen worden; Stege und hölzernen Liegeflächen führen vom Ufer über das Spreewasser zu dem Bassin.

So kann man nun in der Spree schwimmen, ohne in der Spree zu schwimmen: Mit Aussicht auf Fernsehturm und Oberbaumbrücke können von Samstag an Gäste in beheiztem Trinkwasser planschen. Vier Jahre arbeiteten das Architektenteam AMP und die Kreuzberger Künstlerin Susanne Lorenz am 400000 Euro teuren Becken, das fünf Jahre vor Anker bleibt. Noch aber wird gebaut: Bagger schaufeln Sandstrand an, Schreiner verlegen letzte Dielen, Taucher befestigen den Pool mit Ankerseilen auf dem Grund.

Wer Spaß daran findet, kann vom Wochenende an für drei Euro Eintritt von acht Uhr morgens bis Mitternacht im Badeschiff Spreebrücke bleiben. Und das nicht nur im Sommer: Falk Walter von der Kulturarena will das Bad ganzjährig betreiben: „Im Winter bauen wir eine Sauna auf die Liegefläche.“

Das „Badeschiff Spreebrücke“ ist Teil des Kunstprojekts „con-con“, das sich mit Berliner Brücken befasst. Weitere Projekte sind Lichtinstallationen auf der Friedrichsbrücke und der Eisernen Brücke, die beide zur Museumsinsel führen. cpa/Foto: Olaf Wagner

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