SPUREN DER DIKTATUR : Büsten-Zählung

CDU-CHEFIN SUCHT KOMMUNISTEN

Brandenburgs CDU-Oppositionsführerin Saskia Ludwig will Relikte aus der SED-Diktatur im Land zählen lassen. In einer kleinen Anfrage verlangt sie von der Landesregierung detailliert Auskunft zur Verbreitung von DDR-Symbolen, etwa, wie viele Schulen und öffentliche Einrichtungen den Namen eines „von der SED als verdient anerkannten Kommunisten“, „eines russischen Militärs“, eines von der kommunistischen Propaganda gefeierten Sportlers oder „eine Nummer nach sowjetischem Vorbild“ tragen. Außerdem fragt Ludwig nach „Erinnerungstafeln an Häusern, Straßenzügen und Bodenplatten“ sowie „Statuen, Plastiken und Büsten“.

VORSTOSS SCHLÄGT WELLEN

Ludwig ist von einer Studie alarmiert, wonach die Brandenburger ein positives DDR-Bild haben. Deshalb bestehe „dringender Aufklärungsbedarf, inwieweit die SED bis heute mit dem bewussten Herrscherakt der Namensgebung das Land Brandenburg und seine Bürger prägt“. Die Anfrage schlägt Wellen. Ludwig wittere inzwischen „hinter jeder Ecke eine kommunistische Verschwörung“, sagte SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher. „In ganz Brandenburg bis zur kleinsten Bodenplatte alles aufzulisten, was irgendwie an DDR erinnert? Es reicht!“ thm

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