Staatliche Unterstützung : Senat will 50 Euro mehr für Alleinerziehende

Der Senat in Berlin hat ein neues Konzept vorgestellt, mit dem Alleinerziehende besser gefördert werden sollen.

Kind und Beruf zu vereinbaren, ist für Alleinerziehende besonders schwierig.
Kind und Beruf zu vereinbaren, ist für Alleinerziehende besonders schwierig.Foto: Patrick Pleul/dpa

In Berlin leben rund 104 000 Alleinerziehende. Fast die Hälfte ist auf staatliche Unterstützung angewiesen. In neun von zehn Fällen betreuen Frauen ihre Kinder. Der Senat will Alleinerziehende besser unterstützen und hat am Dienstag eine entsprechende Bundesratsinitiative verabschiedet. Gering verdienende Alleinerziehende sollen monatlich 50 Euro extra erhalten; für jedes weitere Jahr soll dieser Betrag um sechs Euro steigen. Der Unterhaltsvorschuss soll laut Bundesratsinitiative nicht nur bis zum 12. Lebensjahr eines Kindes wie bisher, sondern künftig bis zum 14. Lebensjahr gezahlt werden.

Berlin ist die Hauptstadt der Alleinerziehenden: Fast jedes dritte Kind wächst in Ein-Eltern-Familien auf. Bundesweit tritt das auf jede fünfte Familie zu. Der Senat will zusätzliche finanzielle Mittel für Kindertagesbetreuungen zur Verfügung stellen, die flexible Betreuungszeiten anbieten. sib

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