Berlin : Staatsbesuch Chatamis: Iraner in Berlin

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Rund 10 000 Iraner leben in Berlin, offiziell sind es 7000. Die iranische Kolonie hat Tradition: Seit Anfang des 20. Jahrhunderts schickten Oberschicht-Familien ihre Söhne zum Studium nach Deutschland. Im Nationalsozialismus gehörten die Perser zu den geduldeten Minderheiten.

Die ersten Flüchtlinge erreichten Berlin nach dem Sturz des demokratisch gewählten Premiers Mohammed Mossadek im Jahre 1953 durch Schah Reza Pahlevi. Einige der Studenten, die weiterhin kamen, schlossen sich, wie der spätere Publizist Bahman Nirumand, der Studentenbewegung an und demonstrierten 1967 gegen den Schah. Die größte Gruppe der iranischen Berliner sind heute Flüchtlinge, die nach dem Machtantritt Ajatollah Khomenis hierher kamen. Heute gibt es in Berlin zahlreiche iranische Geschäfte und Restaurants, Kulturvereine und auch eine Radiosendung in persischer Sprache auf SFB-MultiKulti.

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