Berlin : Staatsbesuche: Kritik an Sperren - Hoteliers beklagen sich bei Innensenator Werthebach

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Über die strengen Sicherheitsvorkehrungen bei Staatsbesuchen ärgern sich Berliner Hoteliers. Vor allem die Sperrungen während des Besuchs des iranischen Präsidenten Mohammed Chatami werden kritisiert. In einem offenen Brief an Innensenator Werthebach schreibt der Hotelverband Berlin und Umgebung e.V.: "Uns ist wirklich klar, dass Sicherheit vor allem geht", so der Verbandsvorsitzende Michael Zehden, "wir möchten auch nicht, dass durch zu wenig Sicherheit irgendwelche Dinge geschehen, die unserer Stadt schaden. Die Ausmaße, die die Sicherheitsvorkehrungen der Polizei angenommen haben, sind jedoch für viele nicht mehr nachzuvollziehen. Ich wäre Ihnen daher dankbar, wenn bei solchen Anlässen zukünftig auch eine gewisse Rücksicht auf die restlichen Einrichtungen Berlins genommen werden könnte.

"Bei Chatamis Besuch hinderten stundenlange Straßensperrungen Gäste daran, ihre Hotels zu erreichen. "Dieses ist alles andere als gastfreundlich, und es ist sehr schwer, die Notwendigkeit solcher Maßnahmen in dieser teilweise überdimensionalen Form den Gästen verständlich zu machen", heißt es in dem Schreiben weiter. In der Innenverwaltung lag dieser Brief gestern noch nicht vor. Werthebachs Sprecher, Stefan Paris, sagte: "Wir warten ab, was drinsteht, dann werden wir ihn auch beantworten."

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