Berlin : Staatsbibliothek bietet immer weniger Zeitschriften an

Das gedruckte Zeitschriften-Sortiment der Staatsbibliothek schrumpft immer weiter zusammen: Die Ausgaben vor allem im Bereich der naturwissenschaftlichen Periodika sind von 3,6 Millionen Euro im Jahr 2000 auf 2,5 Millionen Euro im Vorjahr reduziert worden. Wurden vor acht Jahren rund 37 600 Periodika erworben, waren es im vergangenen Jahr rund 25 700. Das teilte die Senatskulturverwaltung in einer kleinen Anfrage mit. Grünen-Haushälter Oliver Schruoffeneger befürchtet, dass durch das geringere Angebot „das hohe Niveau der Staatsbibliothek langfristig nicht zu halten ist“.

Für die Einsparungen sind einerseits die Preissteigerungen bei den Zeitschriften verantwortlich. Andererseits hat die Staatsbibliothek ihr Angebot verstärkt auf digitale Medien umgestellt und erwarb im vergangenen Jahr rund 12 300 elektronische Zeitschriften. Das Angebot sei in Kooperation mit der Deutschen Nationalbibliothek und anderen Staatsbibliotheken abgestimmt, sagte Sprecherin Jeanette Lamble. Die Staatsbibliothek sei mit ihren drei Berliner Standorten auch kein Ersatz für andere Fachbibliotheken.

Die Staatsbibliothek als größte deutsche wissenschaftliche Universalbibliothek hat einen Bestand von 10,6 Millionen Medien – von einzelnen Notenblättern bis hin zu Bücherbänden. 2007 kamen 116 800 Neuerwerbungen hinzu. Der Etat hierfür belief sich auf 9,6 Millionen Euro. Der Gesamtetat der Staatsbibliothek belief sich 2007 auf rund 55 Millionen Euro. sib

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