Staatsbibliothek : Richtkrone thront auf neuem Lesesaal

Der Rohbau für den neuen Lesesaal in der Staatsbibliothek Unter den Linden ist am Dienstag offiziell gefeiert worden. Das millionenschwere Projekt wird vom Bund finanziert und soll nach Willen des Bundesbauministeriums zu einem "kulturellen Leuchtturm" in Berlin avancieren.

BerlinDer vom Bund finanzierte 80 Millionen Euro teure Bau des Architekten HG Merz soll im Herbst 2009 eröffnet werden. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Klaus-Dieter Lehmann, bezeichnete das Haus als "künftigen Knotenpunkt für die weltweite Wissenschaft". Der Lesesaal zeuge vom Bekenntnis des Bundes, sich für kulturelle Berliner Leuchttürme zu engagieren, sagte der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Engelbert Lütke Daldrup beim Richtfest.

Generaldirektorin Barbara Schneider-Kempf sprach von "einem großartigen Tag für die Staatsbibliothek". Die Kapazität zur Aufbewahrung der Bücher werde um das Dreifache erweitert. Der als Kuppellesesaal bekannte Vorgängerbau war 1943 zerstört worden. Ein in der DDR errichteter Bau hatte den modernen Anforderungen nicht mehr genügt.

Die Generalsanierung der Staatsbibliothek soll Lehmann zufolge bis 2011 abgeschlossen sein. Lütke Daldrup sprach dagegen von 2012. Die seit 1991 laufenden Arbeiten kosten insgesamt rund 500 Millionen Euro. Die Staatsbibliothek verfügt neben ihrem Stammsitz Unter den Linden über einen weiteren Standort am Potsdamer Platz. Sie ist nach Angaben eines Sprechers die größte Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum. (ut/ddp)

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