Berlin : Staatsbibliothek zeigt Mozarts Handschriften

-

Unaufgeregt liegt die Handschrift von Mozarts Oper „Idomeneo“ hinter Glas. Das Notenbuch zu der 1781 uraufgeführten, in den letzten Wochen viel zitierten Oper ist als eines von 50 ausgestellten Autographen – eigenhändigen Niederschriften Mozarts – noch bis zum 9. Dezember in der Staatsbibliothek zu sehen. Das Haus in der Potsdamer Straße zeigt so berühmte Opern wie „Die Zauberflöte“ und „Die Entführung aus dem Serail“, die Pariser- und die Jupiter-Symphonie, aber auch Werke, die Mozart nie vollendet hat. Die Staatsbibliothek besitzt die weltweit größte Sammlung von Mozart-Autographen. Mit der Ausstellung widerlegt sie einmal mehr den immer noch weit verbreiteten Irrglauben, Mozart habe sich seine Stücke ganz im Kopf ausgedacht und dann nur rasch aufs Papier geworfen. Die Tintenfarben in den gestochen klaren, vom Tintenfraß kaum bedrohten Partituren beweisen dagegen, dass Mozart an seiner Musik oft noch lange gefeilt hat.sl

0 Kommentare

Neuester Kommentar