Staatsoper : Griefahn appelliert an private Geldgeber

In der Debatte um die Finanzierung der Staatsoper Unter den Linden ruft die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Monika Griefahn, private Sponsoren zur Unterstützung auf.

Berlin - "Wenn ich sehe, dass es deutsche Mäzene gibt, die in Amerika Universitäten mitfinanzieren, dann muss es doch auch möglich sein, für so etwas wie die Oper zusätzliche Gelder zu finden", sagte Griefahn am Donnerstag im RBB-Inforadio. Sie verwies zudem darauf, dass der Bund für die Oper bereits 50 Millionen Euro zur Verfügung stelle. Mit dem Appell schloss sich die SPD-Politikerin einem Aufruf des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) an.

Griefahn unterstrich: "Die Kultur ist in Berlin der Anziehungspunkt, der überhaupt Geld in die Kasse spült." Aus diesem Grund habe sie auch das Bundesverfassungsgericht nicht verstanden, das gesagt habe, es solle weniger Geld für die Kultur ausgegeben werden. "Die Kultur ist sozusagen der einzige Industriezweig, der in Berlin geblieben ist, weil nach dem Krieg die ganzen produzierenden Gewerbe ja vorwiegend weggegangen sind nach München, nach Frankfurt und in andere Städte." (tso/ddp)

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