Staatsoper-Sanierung : Schindhelm fordert Klarheit

Der Generaldirektor der Stiftung Oper Berlin, Michael Schindhelm, hat Klarheit über die anstehende Sanierung der Staatsoper verlangt.

Berlin - Im Deutschlandradio Kultur sagte Schindhelm, er hoffe, dass sich die politischen Verhältnisse bald klärten. Die Entwicklung sei "im Moment außerordentlich undurchschaubar, und ich hoffe, dass wir bald Ansprechpartner bekommen, mit denen wir darüber reden können". Schindhelm warnte vor weiteren Verzögerungen. Er sagte, sollte es tatsächlich so sein, dass die Sanierung der Staatsoper auf unbestimmte Zeit verschoben wird, "dann haben wir hier in Berlin ein grandioses Problem". Dies betreffe nicht nur die Staatsoper, sondern die Zukunft aller Opern. Hier könne er mit einem neu ausgerichteten Konzept dann nichts mehr auffangen.

Schindhelm äußerte Verständnis für die angespannte Haushaltslage der Stadt - auch vor dem Hintergrund der "rigorosen" Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts. Gleichzeitig sei er aber besorgt: "Es ist ambivalent, zu sagen, wir wollen drei Opern, aber eine muss an den Bund. Es haben auch schon Politiker gesagt, wenn bis Mitte der Legislaturperiode keine Lösung für die Staatsoper gefunden ist, dann würde dort eine aus baulichen Gründen notwendige Schließung erfolgen."

Eine vom Bund finanzierte Staatsoper könne er sich durchaus vorstellen, erläuterte Schindhelm. Am Ende interessiere es den Zuschauer nicht, ob er jetzt in einer Nationaloper oder in einer Oper des Landes Berlin sitzt. (tso/ddp)

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