Berlin : Staatssekretär Pufendorf fuhr fast doppelt so schnell wie erlaubt

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Staatssekretär Lutz von Pufendorf ist am Sonnabend fast doppelt so schnell wie erlaubt über die Avus in Richtung Norden gerast. Die Zivilstreife des Verkehrsdienstes, die dem Dienstwagen CDU-Politikers mehrere Kilometer weit gefolgt war, registrierte 152 Km/h auf der Strecke, auf der nur 80 km/h erlaubt sind. Dass dem Politiker nur eine Geschwindigkeit von 140 km/h und somit eine Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von nur 60 Km/h vorgeworfen wird, liegt daran, dass die Polizei die gemessene Geschwindigkeit nach unten korrigiert, um eventuelle Messungenauigkeiten auszugleichen.

Wie berichtet, hatte ein Beamter des zuständigen Verkehrsdienstes am Sonnabend eine Pressemeldung verfasst, in der es hieß, "Staatssekretär Ludwig von Pufendorf (wurde) mit seinem silberfarbenen Dienst-BMW gegen 20 Uhr auf der Berliner AVUS, in Höhe der Tribünen, durch eine Zivilstreife . . . angehalten, weil er zuvor die erlaubten 80 Km/h weit überschritten hatte." Diese Pressemeldung wurde später von einer anderen Dienststelle zurückgezogen und nicht veröffentlicht.

Grund sei gewesen, dass man keinerlei Unterschied mache zwischen einem in der Öffentlichkeit nicht bekannten Verkehrssünder und einem Staatssekretär, hieß es dazu gestern von der Polizei. Einen Unfall habe er nicht verursacht. Auch bei "normalen" Schnellfahrern werde der Öffentlichkeit deren Name nicht genannt. Es gebe aber dafür keine Richtlinien. Außerdem könne die Behörde ohnehin kaum etwas vor den Medien verborgen halten.

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