Berlin : Staatssekretär Pufendorf mit 140 Km/h auf der Avus erwischt

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Dienstwagen bringen Kulturstaatssekretär Lutz von Pufendorf kein Glück. Am Sonnabend wurde der CDU-Politiker auf der Avus in Höhe der Tribünen von der Polizei gestoppt - er war mit 140 Km/h über die Streckegerast, auf der nur 80 Km/h erlaubt sind.

Nach Polizeiangaben kommentierte Pufendorf den Hinweis der Beamten auf die zu erwartende Strafe - 350 Mark Geldbuße, vier Punkte in Flensburg und ein einmonatiges Fahrverbot - mit der Bemerkung: "Kein Problem - normalerweise chauffiert mich mein Chauffeur." Die Erklärung für die überhöhte Geschwindigkeit, die Pufendorf abgab, war die vieler erwischter Schnellfahrer - er müsse eilig zu einem Termin.

Zunächst schienen die Verkehrspolizisten in Zivil aus der Polizeidirektion 4 gar nicht zu wissen, welch prominenter Verkehrssünder ihnen ins Netz gegangen war. Aufmerksam wurden sie erst, als sie im Kraftverkehrsamt über das Kennzeichen den Halter erfragen wollten, aber keine Auskunft erhielten, weil das Fahrzeug-Kennzeichen als gesperrt eingetragen ist.

Anschließend kam es polizeiintern noch zu Querelen. Ein Beamter des zuständigen Verkehrsdienstes setzte ein Pressefernschreiben "mit der Bitte um Veröffentlichung" ab. Die Beamten in der Lagezentrale der Polizei zogen dieses Fernschreiben jedoch zurück.

Im April vergangenen Jahres hatte der Staatssekretär bereits das erste Mal Probleme mit einem Dienstwagen. Pufendorfs Sohn hatte das Fahrzeug benutzt, dabei ein geparktes Auto gerammt und war weitergefahren. Er erklärte, den Unfall nicht bemerkt zu haben. Pufendorf hatte den beschädigen Wagen im Senatsfuhrpark abgegeben, ohne auf den Schaden hinzuweisen. Die Familie hat später die Reparatur bezahlt.

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