Berlin : Stadt der Qualen

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VON TAG ZU TAG

Bernd Matthies sorgt sich um

das Bild Berlins in Russland

Es muss ungefähr so gewesen sein, dass die Moskauer Fernsehproduzenten für ihren Big-Brother-Ableger ein Land gesucht haben, in dem ihren Kandidaten die unvorstellbarsten Qualen drohen. Aber wo könnte das sein? Kalkutta? Zu gesund. Bagdad? Zu sicher. Nairobi? Na, Familienurlaub sollte es ja nun auch nicht werden.

Es liegt also eine gewisse Zwangsläufigkeit in der Entscheidung für Berlin, jene Vorhölle, in der der geldgierige Diktator Sarrazin jedem, der die Haushaltssperren durchbrechen will, bei lebendigem Leibe die Geldbörse abschneiden lässt. Gerade begüterte Russen, das wissen wir, werden gern nach Berlin in Geschäfte wie Gucci, Hermès oder Vuitton gelockt, wo man ihnen so lange das Geld aus allen Taschen reißt, bis kaum noch die nackte Mehrwertsteuer übrig bleibt.

Nun stellen Sie sich das mal ganz ohne Geld vor. Schrecklich! Die jungen Russen können eigentlich nur überleben, wenn die Berliner ihre übliche Unfreundlichkeit fahren lassen und von Herzen helfen. Falls Sie so ein Paar treffen: Seien Sie nett. Und zögern nicht, ihnen ein Löffelchen Kaviar abzugeben. Ist für einen guten Zweck.

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