Stadt, Rand, Fluss : Hier kann man das Feuerwerk bewundern

Wo bietet sich der schönste Blick aufs Feuerwerk? Hier Tipps zu Zimmern und Zügen mit Aussicht.

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Ganz ehrlich: So richtig wohl ist vielen zu Silvester 2011/2012 nicht zumute, bei dem Gedanken an diese neuen Böllerbatterien. Der Gang zum Auto, zur Bahn, zu den Freunden ist in der Silvesternacht ja ohnehin ein Spießrutenlauf, bei all den Krachern und Raketen und den aus Pistolen abgeschossenen Knallkörpern. Aber andererseits: Es macht doch riesig Spaß, es mal richtig krachen zu lassen, und es sieht doch auch so schön aus! Deswegen hier ein paar Tipps zu den schönsten Plätzen mit Aussicht auf den Berliner Feuerwerkshimmel. Und mit Glück verziehen sich auch die Wolken und geben den Blick frei auf Funken und Farbenspiel.

FÜR LUFTIKUSSE
Gar nicht so leicht, am 31.12. um Mitternacht hoch hinaus zu kommen. Grunewaldturm? Um die Zeit zu. Funkturm? Geschlossene Gesellschaft. Aber der Fernsehturm, der hat bis 24 Uhr auf, immerhin. Kreative können auch mit Fahrstühlen in Wohnhäusern oder Hotels hinauffahren. Oder sich noch bei Parties von Bekannten mit Dachterrassen einklinken.

FÜR ALPINISTEN

Die Berliner wissen, wo sie hinmüssen, um was zu sehen. Als kürzlich das Deutschlandhallendach gesprengt wurde, sammelten sich Schaulustige auf dem Teufelsberg in Wilmersdorf. Aus 114,70 Meter Höhe kann man weit über die Stadt schauen, das grünrotweißgoldene Raketenspektakel am Himmel beobachten, und selbst was zünden. Aber Müll mitnehmen! Beliebt ist auch der Ausguck am Kreuzberg-Denkmal, hier wagen sich Berliner selbst mit Kindern hin.
FÜR WASSERRATTEN

Berlin und seine Brücken, mehr als Venedig, das kennen wir. Aber viele denken nicht daran, dass ein Stelldichein über der Spree oder einem der Kanäle auch nachts romantisch und beeindruckend sein kann. Kein Wunder, dass sich die Touristen im Sommer immer auf der Admiralbrücke in Kreuzberg oder der Oberbaumbrücke zum Sonnenuntergangfotografieren treffen. Silvesterraketen geben ein nicht minder schönes Motiv ab. Von der Langen Brücke über der Dahme aus hat man einen schönen Blick auf das Feuerwerk in der Köpenicker Altstadt – und die Rummelsburger Bucht bietet zu Silvester weniger Rummel auf weite Sicht und Lichter, die sich im Wasser spiegeln.

FÜR STADTRANDBEWOHNER

Süd-Neuköllner böllern gern auf der Rudower Höhe und dem Dörferblick. Spandauer schätzen ihren Hahneberg in Staaken, 87 Meter hoch über einer Kiesgrube aus Bauschutt und Aushub gewachsen. Gropiusstädter und Marzahner sitzen ohnehin in der ersten Reihe.

FÜR RISIKOFREUDIGE

Man kann es ja mal versuchen, und es soll was Besonderes sein. Vorausgesetzt, dass die S-Bahn fährt, muss man ja heutzutage sagen. Also: Sektflaschen und Gläser und Chips eingepackt, in die Ringbahn eingestiegen und immer rundherum. Man kommt ins Gespräch, man sieht eine Menge und hat hinterher im neuen Jahr garantiert was zu erzählen.

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