Stadtbär : Glücklich in der Garage

Waschbär Alex geht es sehr gut in seinem Revier. Das Jungtier darf nun auch offiziell in der Tiefgarage des "Park Inn"-Hotel wohnen.

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Waschbär Alex in der Tiefgarage des "Park Inn"-Hotels. -Foto: Dirk Ehlert

Jetzt gibt es endlich Fotos von Waschbär Alex. Derk Ehlert, der Wildtierbeauftragte der Stadtentwicklungsverwaltung, hat sie geschossen. Und dass der Bär nun offiziell in der Tiefgarage des Hotels „Park Inn“ bleiben darf, nennt Ehlert einen „Sechser im Lotto“. Schließlich biete Alex’ Revier rund um den Alexanderplatz jede Menge Nahrung: Neben Vögeln und Insekten stehen vor allem Essensreste aus Mülltonnen und Papierkörben auf dem Speiseplan des Waschbären. Der Wildtierbeauftragte glaubt, dass Alex im vergangenen Jahr geboren wurde. Dementsprechend wird der Jungbär im Winter geschlechtsreif. Dann schnuppert er paarungswilligen Waschbärinnen hinterher, wenn er auf seinen Streifzügen ihre Reviere durchkreuzt. Am östlichen Rand des Tiergartens etwa, nur einen Kilometer Luftlinie vom Alexanderplatz entfernt, lebt eine große Waschbärenfamilie mit weiblichem Nachwuchs. Möglicherweise lässt Alex sich dorthin locken. Vielleicht hat er sich sogar schon eine Partnerin ausgeguckt und „wird im Winter schwer verliebt zu ihr taumeln“, wie Ehlert lachend spekuliert. Oder eine Bärin quartiert sich im Parkhaus ein. Das Futterangebot dort reicht für eine ganze Waschbärenfamilie. Und Alex, der Junggeselle mit der tollen Wohnung in Spitzenlage, ist eine gute Partie. Vor allem deshalb, weil Waschbären matriarchalisch organisiert sind. Die Männchen suchen sich ein neues Revier, sobald Nachwuchs da ist, bestenfalls werden sie toleriert. Die Weibchen ziehen ihre Jungen alleine groß. So könnte Alex bereits im Frühling im Tiergarten leben. Und die neue Herrscherin der Hotelgarage hieße: Alexa. J.O.

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