StadtGesichte - Berlin-Bilder von André Krigar : Mit Leidenschaft die Stadt gemalt

André Krigar ist ein wandernder Stadtmaler. Mit Pinseln, Farben und Staffelei zieht er durch die Straßen - auch nachts und an grauen Novembertagen. Seine neuesten Berlin-Gemälde zeigt er im Buch "StadtGesichte" und in einer Ausstellung.

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Frühling am Mehringdamm.
Frühling am Mehringdamm.Repro: Tsp

Die Sonne hellt den blassblauen Himmel auf, bringt den gelben Putz der Häuser zum Leuchten, zaubert ein bisschen mediterranes Flair ins kalte Berlin. Fußgänger hasten an den Auslagen der Rheinstraße vorbei, andere schlendern, die Hände in den Taschen. Ein Wintermorgen in Friedenau: Der Berliner Künstler André Krigar hat dieses Bild in Öl gemalt für seine Ausstellung „StadtGesichte“. Und für sein neuestes gleichnamiges Buch mit 60 Reproduktionen von Gemälden, die allesamt Berliner Ansichten zeigen, vor allem aus Steglitz, Mitte und vom Kurfürstendamm.

Foto: Thilo Rückeis
Foto: Thilo Rückeis

Krigar ist ein geborener Berliner, der 60-Jährige liebt seine Stadt, lässt dieser Leidenschaft künstlerisch freien Lauf. Seit vielen Jahren zieht er mit seiner Staffelei durch Berlin, packt Farben und Pinsel an vertrauten oder abseits gelegenen Orten aus. Dann legt er unter freiem Himmel los, hält Augenblicke fest in der Physiognomie der Stadt. Auch nachts, am frühen Morgen, im stillen Berlin der Parks, im lauten und grellen Getriebe. An einem Abend hat er das Publikum beobachtet, wie es ins erleuchtete Foyer der Schaubühne am Ku’damm strömt. An Sonnabenden malte er mitten drin im Flohmarkt-Trubel am Rathaus Schöneberg oder vor den Frühstückscafés am Wasserturm in Prenzlauer Berg, in der Charlottenburger Grolmannstraße.

Ansicht Rheinstraße / Ecke Schöneberger Straße in Steglitz.
Ansicht Rheinstraße / Ecke Schöneberger Straße in Steglitz.Repro: Tsp

Krigars Bilder erinnern an die Gemälde der früheren Berliner Impressionisten Max Liebermann, Franz Skarbina oder Lesser Ury. Krigar ist alles andere als ein Schönwettermaler. Am grauen Novemberabend in der Steglitzer Schloßstraße verschwimmen die Farben expressionistisch, die Autos ziehen rote Spuren über den Asphalt.

Ausstellung „StadtGesichte“, bis 10. November Mittwoch, Donnerstag und Freitag, 15-19 Uhr, Sonnabend 11-16 Uhr in der Steglitzer Galerie Classico, Schützenstraße 52. Tel.: 797 99384, www.galerie-classico.de. Das Buch „StadtGesichte“ kostet 20 Euro (edition Friedenauer Brücke).

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