ADAC-Ball : Der Ostfriese lud zum Tanz

ADAC-Chef Walter Müller scheut keine Herausforderung. Zusammen mit seiner Frau Gabriele eröffnete er gestern Abend im Maritim-Hotel in der Stauffenbergstraße den ADAC-Ball gemeinsam mit vielfach preisgekrönten Meisterpaaren des TSC Braunschweig. Der Stargast hieß jedoch Otto Waalkes.

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Foto: dpa/ Ossingerdpa

Deren perfekte Schrittfolgen sind bei Stammgästen Kult. Dazu passte das Motto des Abends: „Mit Schwung ins neue Jahrzehnt!“

Zum Schwung trugen viele neue junge Gäste bei. „In der Gruppe der bis zu 28-Jährigen haben wir dreimal so viele Karten verkauft wie im vergangenen Jahr“, sagte Walter Müller. „Die Nachfrage war in diesem Jahr trotz Krise deutlich höher als 2009. Wir sind ausverkauft.“ Attraktiv für die jüngeren Gäste ist vor allem auch der gute Zweck, dem der Ball seit 2009 gewidmet ist. Da wurde die Aktion Storchentaxi gestartet, in deren Rahmen junge Eltern im Taxi von der Charité nach Hause gefahren werden und dabei alles über Kindersicherung im Auto lernen. In den ersten acht Monaten wurden so 1500 Babys auf einen sicheren Weg in die Zukunft gebracht. Der frühere Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann präsentierte sich als Botschafter des Storchentaxis 2010: „Jährlich 30 000 Kinder verletzen sich durch falsches Anschnallen“, berichtete er. Künftig sollen 1500 Babies pro Monat sicher nach Hause gefahren werden, vor allem auch solche aus sozial schwachen Elternhäusern. Artig plauderte Lehmann über Skilauf und Fußball. Das WM-Gefühl von 2006 sei leider schon weit weg, sagte er: „Aber man erinnert sich gerne.“

Diesmal sollte es nicht bei dem einen Charity-Programm bleiben. Kurzfristig hatte der ADAC eine Reihe von Schauspielern für eine zweite Aktion gewonnen. In den Sälen sammelten sie mit gelben ADAC-Engeln zugunsten Haitis. Auch der Botschafter des Inselstaates, Jean Robert Saget, war gekommen und bekam einen Scheck über 40 000 Euro.

Da viel Gutes getan wurde, konnten sich die 2600 Gäste auch richtig gut amüsieren. Nach dem Warmtanzen traten die Hauptdarsteller des Musicals „Dirty Dancing“ mit einer artistischen Tanznummer auf. Viel Autofans nutzen Tanzpausen, um sich mit traumhaften Limousinen wie dem Oldtimer-Mercedes 500K von 1936 fotografieren zu lassen.

Am späten Abend brachten Otto Waalkes und seine Friesenjungs witzig-musikalischen Schwung in den Ball. Etliche Orchester und DJ Munich waren im Einsatz, damit die Parole „Hier tanzt Berlin!“ in großer Stilvielfalt umgesetzt werden konnte. Verlost wurde eine Luxus-Kreuzfahrt für 15 000 Euro. Elisabeth Binder

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