Aids-Gala : Der Traum der Sängerin

Mit glanzvollen Namen aus der Opernwelt setzte die Aids-Gala am Abend in der Deutschen Oper einen besonderen Akzent zum Saisonauftakt der großen Feste in Berlin. Ein Bekenntnis unter Tränen rührte die Gäste und bewegte sie schon kurz nach Beginn zu Standing Ovations.

Elisabeth Binder
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Nadja Benaissa -Foto: ddp

 „Ich bin 27 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und HIV-positiv“, sagte Nadja Benaissa von den No Angels. Es gebe keinen Tag, an dem sie ihre Unvorsicht nicht bereue, keinen, an dem sie sich nicht wünschte, auf den Rat ihrer Mutter, Kondome zu benutzen, gehört zu haben. Nach ihrer Verhaftung sei sogar ihre Tochter auf dem Schulhof beschimpft worden. „Ich träume von einer Gesellschaft, in der niemand vor einer Umarmung von mir zurückschreckt“, sagte die Sängerin.

Mit glanzvollen Namen aus der Opernwelt setzte die Aids-Gala einen besonderen Akzent zum Saisonauftakt der großen Feste. Weltweit gefragte Solisten, darunter Lawrence Brownlee, Ailyn Perez, Peter Seiffert, Simone Kermes, Christine Schäfer, Petra Maria Schnitzer, Michael Volle und Renata Pokupic hatten zugesagt, für den guten Zweck unter der Leitung von Andriy Yurkevych beliebte Arien zu singen. Auf dem Programm, moderiert von dem viel gelobten Max Raabe, standen unter anderem Mozarts Champagnerarie aus „Don Giovanni“ und Léhars „Dein ist mein ganzes Herz“ aus „Das Land des Lächelns“. Solche Opernhits waren bestens geeignet, das Publikum in Schwung zu bringen für die anschließende Partynacht auf der Opernbühne.

Mit dabei waren unter anderem Außenminister Guido Westerwelle, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, Gesundheitsminister Philipp Rösler und seine Vorgängerin Ulla Schmidt, der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit, Shawn Borer-Fielding, die Frau des früheren Schweizer Botschafters in Berlin, die Malerin Elvira Bach, Inaara Begum Aga Khan, Unternehmer Hermann Bühlbecker und Autovermieterin Regine Sixt. Hauptredner war PKV-Vorstandsvorsitzender Reinhold Schulte.

Die Gala für die Aids-Stiftung hat seit Mitte der 90er Jahre über fünf Millionen Euro für die Aids-Stiftung zusammengebracht. In diesem Jahr ist ein Teil des Erlöses für das Projekt Hope Cape Town bestimmt, das die Behandlung aidskranker Kinder in Südafrika ermöglicht. Tombolalose kosteten 20 Euro. Damit konnte man unter anderem einen von Mercedes Benz gestifteten SLK200 Roadster im Wert von 49 000 Euro oder eine Kreuzfahrt im Wert von 11 000 Euro gewinnen.

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