Auftritte der Woche : Ab ins Wohnzimmer

Zur Popkomm veranstaltet der Tagesspiegel vier exklusive Konzerte in kleinem Rahmen – nur für unsere Leser. Los geht es mit den Punkrockern von El*ke.

Ric Graf
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Das Megafon kann El*ke-Sänger Peter Bolmer bei den Wohnzimmer-Konzerten zu Hause lassen. -Foto: Promo

In den großen Konzerthallen dieser Stadt ist der Sound meist gut, die Lichtshow perfekt, aber damit Stimmung aufkommt, muss eine Band doch ganz schön kämpfen, denn Publikum und Musiker sind meist soweit voneinander entfernt, dass der Schweiß entweder auf der Bühne oder eben im Zuschauerraum bleibt.

Das wollen wir in dieser Woche ändern: Der Tagesspiegel wird im Rahmen der Popkomm ab morgen Abend vier Wohnzimmerkonzerte veranstalten: so eng und exklusiv, dass kaum Platz zwischen Bands und Publikum bleiben wird. Der Eintritt ist kostenlos, aber die Plätze begrenzt.

Morgen Abend starten wir mit den bekannten Punkrockern von El*ke, die im August noch im Vorprogramm von Iggy Pop gespielt haben und gerade ihre Tour durch Deutschland starten. Die Musiker, die seit einigen Jahren in Kreuzberg wohnen und ursprünglich aus dem Emsland kommen, werden in einem Keller eines Tattoo-Ladens einheizen. „Große Konzerte haben ihren Reiz, aber diese intimen Sets schaffen doch eine ganz andere Verbindung mit dem Publikum“, sagt Peter Bolmer, der bei El*ke singt und wahlweise Gitarre oder Bass spielt.

Am Mittwoch geht es mit einer poppigen Band weiter: Okan Frei und seine Musiker spielen einen schönen leichten Sound, die Texte gehen unter die Haut, und wenn die Gitarren-Riffs härter werden, kann man auch gut dazu rocken. Okan Frei wird uns in seinen Proberaum in Tiergarten einladen. „Der Raum ist verdammt klein, es wird also kuschelig“, sagt der Sänger. „Ich habe noch nie so einen kleinen Gig gespielt, mal sehen, wie die Leute auf uns reagieren. Wir werden es in jedem Fall spüren.“

Einen Abend später ziehen wir in ein aufblasbares Iglu mitten in der Stadt: Die Rockband P:lot, die durch die „Niels-Ruf-Show“ auf Sat.1 bekannt wurde und mit ihrem ersten Album nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Kritiker begeistert, wird alles geben.

Am Freitag laden wir in etwas größere Räume zu unserem Abschlussabend: Das Schöneberger Ex’n’Pop ist eine Nachtinstitution und für wilde Partys und Konzerte berüchtigt. Dort spielten früher Element of Crime; Nick Cave und Ben Becker nahmen hier ihre Drinks. Freitag werden dort Suboptimal und The Rain auftreten. Suboptimal spielen guten Gitarrensound mit gefühlvollen Texten – auf Deutsch. The Rain singen auf Englisch und spielen Indie, der an die vielen Bands aus Großbritannien erinnert.


Wie man reinkommt

Ab morgen liegt dem Tagesspiegel unser Musikmagazin „Break“ bei. Dort werden wir vier Tage lang einen Blick hinter die Kulissen der Musikstadt Berlin werfen – und wir verraten, wie Sie kostenlos an Karten für unsere Wohnzimmerkonzerte kommen. ric

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