Stadtleben : Aus Berlin für die Welt: Eine Konferenz voller Utopien

Das Wort „Change“ hat ja seit kurzem einen sehr obamaesken Beiklang. Zu den 500 geladenen Gästen der ersten Utopia-Konferenz Sonnabend in Berlin gehört er allerdings nicht. Um Wandel geht es trotzdem. Internationale „Changemaker“ berichten von ihrer Arbeit und aus ihrem Leben – das sich durch einen möglichst verantwortungsvollen Stil auszeichnen sollte. Hollywoodstar Daryl Hannah zum Beispiel, die unter anderem in „Blade Runner“ und „Kill Bill“ spielte, betätigt sich auch als Öko-Aktivistin mit eigener Webseite. Da berichtet sie über Neuigkeiten im Bereich von Umweltschutz und Klimawandel und bei Utopia wird sie als Rednerin fragen: Wie können wir als Aktivisten Wandel voranbringen?

Überhaupt stellt die Utopia-Konferenz viele Fragen. Wie sehen die Gebäude von morgen aus? Wie können wir die Umwelt-Bilanz von Produkten erkennen? Und wie können wir nachhaltig investieren? Weil die Präsentationen der Vordenker aus Wissenschaft, Kultur und Medien nur ein kleiner Schritt sind, um das alles zu beantworten, gibt es auch noch eine passende Internet-Plattform: www.utopia.de informiert über strategischen Konsum, nachhaltigen Lebensstil und gibt praktische Orientierung beim Einkauf. Auch die spannenden Vorträge der Utopisten werden hier online gestellt.

Für die richtige Mischung aus Promiglanz und Verantwortung steht Moderatorin Sandra Maischberger, die wie Schauspieler Axel Milberg Kuratoriums-Mitglied der Utopia-Stiftung ist. Passender Ort für das Ganze ist das Radialsystem V an der Spree in Friedrichshain – selbst als utopisches Projekt gestartet und immer auf der Suche nach neuen Wegen und Zukunftsideen. Allerdings, wie es bei der Utopia-Konferenz heißt: „Heute nicht auf Kosten von morgen, und hier nicht auf Kosten von anderswo.“ pth

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