Ausstellung : Neue Nationalgalerie zeigt Jannis Kounellis

In der Neuen Nationalgalerie am Potsdamer Platz wird nach dem großen Erfolg der Schau "Die schönsten Franzosen kommen aus New York" ab Donnerstag eine neue Ausstellung präsentiert. Der griechische Künstler Jannis Kounellis hat ein Labyrinth gebaut.

BerlinIn der oberen Halle hat der griechische, in Rom lebende Künstler Jannis Kounellis in den vergangenen zwei Wochen ein aus rund 160 2,35 Meter hohen und 1,80 Meter breiten Stahlelementen bestehendes Labyrinth in die klassische Architektur Mies van der Rohes gebaut, wie eine Sprecherin der Staatlichen Museen zu Berlin mitteilte. Zugleich werde die Sammlung der Neuen Nationalgalerie neu präsentiert.

In der Nationalgalerie setzt die Ausstellung "Jannis Kounellis" die Reihe der Einzel-Ausstellungen großer Künstler der Gegenwart fort, in der auch Jenny Holzer, Keith Sonnier und Jörg Immendorff gezeigt wurden. Gegen die starre Halle hat Kounellis eine dynamische, spitzwinklige, mit Kohle bekrönte Struktur gesetzt, die nur durch einen Eingang betreten werden kann. Mit dieser formalen Entscheidung knüpft er an das legendäre Labyrinth des Königs Minos von Kreta an, während die Materialien und Formen das Labyrinth als Kunstwerk des 20. Jahrhunderts ausweisen.

In das Labyrinth hat Kounellis rund 20 seiner Arbeiten platziert. In den dunklen, schattigen Räumen begegnet der Besucher den unterschiedlichen Facetten seines Werkes. In seiner 50-jährigen Schaffenszeit hat sich Kounellis mit den umfassenden Themen von Geschichte und Gegenwart, Erinnerung und Vergessen, Gewalt und Geborgenheit beschäftigt.

Ermöglicht wurde die Schau durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie und den Hauptstadtkulturfonds. (mit ddp)

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