Auszeichnung : Programmpreise für neun Berliner Kinos

Bei der Verleihung des regionalen Kinoprogrammpreises wurden unter anderem das "Bali", das "Eiszeit" und das "Filmkunst 66" ausgezeichnet. Berlinale-Chef Dieter Kosslick macht sich für den Erhalt der architektonisch wertvollen Filmtheater stark.

Berlin Berlinale-Chef Dieter Kosslick hat dazu aufgerufen, architektonisch wertvolle Kinos zu erhalten. Wenn ein Kino einmal geschlossen sei, könne es nicht wieder eröffnet werden, sagte Kosslick bei der Verleihung des regionalen Kinoprogrammpreises am Dienstagabend im Kino "International" in Berlin. Architektur sei "unser wichtigstes Feld". Zugleich forderte Kosslick die Filmtheater zu engagierten Programmen auf. "Im Kino muss das gezeigt werden, was man sonst nicht sehen kann", erklärte der Festivalchef. Wichtig seien neben guten Sitzen, Ton und Leinwand auch Speisen und Getränke.

In Berlin haben in den vergangenen Jahren einige Traditionskinos geschlossen. Auch Filmemacher Detlev Buck ist das aufgefallen. "Es ist schon so armselig geworden im Innenstadtbereich", stellte Buck vor der Filmpremiere von "Der Mond und andere Liebhaber" im Anschluss an die Preisverleihung fest.

Für ihre Arbeit mit je 12.000 Euro ausgezeichnet wurden neun Berliner Kinos, darunter das "Bali", das "Eiszeit" und das "Filmkunst 66". Außerdem bekamen das "Capitol" in Königs Wusterhausen, der "Hofgarten" in Belzig und die "Thalia Arthouse Kinos" in Potsdam den Hauptpreis in gleicher Höhe. Das teilten die Filmförderanstalt Medienboard Berlin-Brandenburg und der Verein Kino HDF mit.

Premiere für Tagikkomödie mit Thalbach

Hauptdarstellerin Katharina Thalbach erntete bei der Vorstellung im "International" viel Applaus. Regisseur bei "Der Mond und andere Liebhaber" ist wieder Bernd Böhlich, mit dem die Schauspielerin schon "Du bist nicht allein" drehte. Neben Thalbach kamen auch andere Darsteller aus der Tragikomödie, darunter Birol Ünel, Fritzi Haberlandt und Andreas Schmidt. Detlev Buck hat eine Gastrolle.

Die Musik zum Film stammt von der Band Silly. Thalbach spielt die ewig kämpfende Hanna, eine ehemalige Arbeiterin einer Parfümfabrik in der ostdeutschen Provinz. Silly-Gitarrist Uwe Hassbecker schwärmte von Thalbach, sie sei "eine irre Schauspielerin", ein "Hammer". (küs/dpa)

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