Barbara Schöneberger : Forever Disco

Einen „Wahnsinnsoschi“ habe sie da auf dem Kopf, erzählt Moderatorin und Musikerin Barbara Schöneberger über ihre neue Frisur.

Susanne Thams
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Foto: promo/Jim Rakete

Sie schlafe sogar mit den Pfeifenreinigern im Haar, die den Lockenwust in Form halten, aber der Diana-Ross-Look erfordere eben Opfer. Die blonden Haare locker hochgesteckt und im kleinen Schwarzen lehnt sie sich in der loungigen Sitzecke des schicken Café-Bistros „Sets“ unweit des Ku’damms zurück. Die Leute wollen ja auch mal was Neues an ihr sehen und die Disco-Frisur passe zum neuen Stil ihres musikalischen Zweitwerks „Nochmal, nur anders“ (Universal), das gerade erschien.

Den groovigen „Phillysound“ der siebziger Jahre, der „irgendwo zwischen Barry White und Marianne Rosenberg liegt“, wie die Schöneberger erklärt, hat ihr das Produzentenduo Frank Ramond und Matthias Hass, auf das auch Roger Cicero schwört, auf den Leib geschneidert. In einem der zwölf Songs steht ein ganz bestimmter Typ Hauptstädter im Mittelpunkt: „Willkommen auf dem Olymp der großen Schritte / Einen vor und zwei zurück: / Berlin Mitte“ heißt es in einer Textzeile. Gegen den Bezirk Mitte habe sie nichts, betont die 35-Jährige. Aber es gebe dort eben viele Leute, „die nur so rumhängen und sich beruflich noch nicht so ganz entschieden haben“, witzelt sie und rollt mit den Augen. In der Stadt der Unentschlossenen habe jeder wahnsinnig viel in der Pipeline, aber die wenigsten einen Job. Aber genau das, sagt sie ohne Augenrollen, mache den Flair Berlins aus.

Die Mitte-Typen werden bei ihrem Auftritt am 10. November im Tempodrom eher weniger im Publikum zu finden sein, glaubt sie. Dafür kommen zu ihren Konzerten stets viele Frauen im Alter zwischen 30 und 60, Pärchen und Schwule. Die alten Songs wollte sie ihren Fans nicht schon wieder andrehen, deswegen gab es eine neue Platte. Vor Kurzem habe sie den Hamburger Jan Delay getroffen. „Ruf mich mal an, ich schreib Dir was“, imitiert sie den nasalen Tonfall Delays. „Wie toll wäre das denn?“, ruft sie aus. Susanne Thams

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