Berlin am Wasser : Anlegen zum Wohlfühlen

In Berlin können Wassersportler zahlreiche Restaurants und Lokale mit eigenem Steg entdecken. Ein Überblick über kulinarische Anlegestellen.

Rainer W. During
Restaurantschiff Klipper
Über den Wassern. Am Treptower Park am Spreeufer liegt das stimmungsvolle Restaurantschiff "Klipper". -Foto: Uwe Steinert

Mit dem Boot zum Mittag- oder Abendessen, das ist an Berliner Ufern kein Problem. Zahlreiche Restaurants laden Wassersportler ein, an ihren Stegen festzumachen und gestatten ihren Gästen oft sogar, nach geselligem Beisammensein vor der Heimfahrt an Bord zu übernachten. Doch auch Landratten sind willkommen.

Ohne Boot ist Lindwerder nicht zu erreichen. Die Gaststätte der dem Havelufer vorgelagerten Insel bietet Clubraum, Veranstaltungssaal und Terrasse sowie gehobene Küche und ist für Gäste ohne eigenes Wasserfahrzeug mit der Personenfähre ab Havelchaussee erreichbar (täglich außer dienstags ab 12 Uhr, Tel.: 803 65 84).

Eine 50 Meter lange Bootsanlegestelle und exquisite Küche bietet das idyllisch gelegene Wirtshaus Schildhorn an der Jürgen Lanke. Zu dem denkmalgeschützten Ensemble gehört das Landhaus mit Wintergarten-Restaurant und großem Sommergarten (täglich ab 12 Uhr, Tel. 30 88 35 00).

In der Kapitän's Kajüte, bekannt für ihre Fischspezialitäten, hat schon die britische Prinzessin Anne mit den Offizieren ihres Partnerregiments gespeist. Gäste, die am hauseigenen Bootsanleger festmachen, sind willkommen. Das gegenüber der Gatower Dorfkirche gelegene Restaurant verfügt über einen gemütlichen Sommergarten, ist aber noch wegen Umbaus geschlossen (Tel. 361 80 40).

Abwechslungsreiche Küche und Sonntagsbrunch mit Blick auf den Grunewaldturm bietet das Bistro der Marina Lanke an der Scharfen Lanke (10 bis 22 Uhr, montags und freitags ab 8.30 Uhr, Tel. 36 28 66 65).

Zu Zeiten der Alliierten konnten sich Westberliner glücklich schätzen, wenn ihnen gute Beziehungen zur französischen Schutzmacht eine der begehrten Clubkarten für den malerisch am Tegeler See gelegenen „Pavillon du Lac" bescherten. Gourmetkoch Burckhardt Sticht und sein neuer Küchenchef Esko Bertram setzen die Tradition mit exzellenter französischer Küche im heute Toulouse du Lac genannten Restaurant mit eigenem Steg am Schwarzen Weg fort. Die Terrasse bietet Platz für 300 Gäste (täglich 11 bis 24 Uhr, Tel. 433 70 63).

Einen Havelblick von der beheizten und überdachten Terrasse aus und eigene Anlegemöglichkeit bietet das Hotelrestaurant „Igel" an der Friederikestraße in Tegelort. Das Haus ist bekannt für Fisch- und Wildspezialitäten (täglich 6 bis 24 Uhr, Tel. 436 79 80).

Nicht nur Fischspezialitäten bietet das Schiffsrestaurant „Klipper" mit vorgelagerter Terrasse am Spreeufer im Treptower Park. Gleich nebenan befindet sich am Ende der Bulgarischen Straße Berlins einzige Wasserflugstation, von der man mit dem Air Service Berlin zu Rundflügen starten kann. Bootsfahrer sind am eigenen Steg willkommen (täglich 10 bis 1 Uhr, Tel. 53 21 64 90).

An der Köpenicker Spreepromenade liegt das Café-Bistro Evelin mit Anlegemöglichkeit, Bootsverleih und Badestrand und täglichen Aktionsangeboten (täglich 11 bis 20 Uhr, Tel. 6555351

Nach der Brandkatastrophe vom Neujahrstag 2002 wurde das Traditionsrestaurant Neu-Helgoland am Neuhelgoländer Weg in Köpenick neu aufgebaut und ist besonders samstags ein Treffpunkt der Ost-Rock-Szene. Es bietet einen großen Sommergarten sowie eine reichhaltige Speisekarte mit bürgerlichen Preisen (täglich 11 bis 24 Uhr, Tel. 659 82 47).

Über eine eigene Marina mit Bootsanleger verfügen die Müggelsee-Terrassen Rübezahl am Müggelheimer Damm. Hier gibt es eine abwechslungsreiche Speisekarte mit diversen Menüs zu bürgerlichen Preisen. (ab September täglich 11.30 bis 18 Uhr, Tel. 65 66 16 88 11).

Deftige Hausmannskost bietet die Bootshaus-Gaststätte „Krampenboje" am Krampenburger Weg in Köpenick (März bis Oktober freitags bis sonntags sowie feiertags ab 11 Uhr, Tel. 659 82 90).

In ungewöhnlichem Ambiente empfängt das Ausflugslokal der Wasserfreunde Neu Venedig am Finkenweg 348 seine Gäste. Auf dem Wasser ist die Gaststätte über das vom Müggelsee abgehende Kanalsystem zu erreichen, das mit seinen Brücken an die Lagunenstadt erinnert (täglich ab 10 Uhr, Tel. 64 89 309).

Einen Überblick über kulinarische Anlegestellen finden Sie in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Bootshandel“.

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