Berlin Man : Triathleten wollen in die Innenstadt

Ein Hauch von Olympia, ein Hauch von Hawaii: Der Berliner Triathlon "Berlin Man" will weg vom Wannsee und rein in die Innenstadt.

Jörg Leopold

Wenigstens ein bisschen olympisches Flair herrschte am Wochenende am Wannsee. Im Startbereich von Berlins wichtigster Triathlonveranstaltung stand auf einem Transparent: „Wir gratulieren Jan Frodeno zum Olympiasieg“. Ansonsten erinnerte beim völlig verregneten 9. Berlin Man nicht viel an großen Sport. Während beispielsweise der Hamburg City Man rund 10 000 Teilnehmer anlockt, starten in Berlin gerade einmal 1000 Triathleten – alle zwei Jahre und weit weg von der Innenstadt.

Schwimmen in der Spree, mit dem Rad durchs Brandenburger Tor

Sven Alex, Präsident der Berliner Triathlon Union und mitverantwortlich für die Organisation des Berlin Man, weiß das: „Natürlich würden wir lieber in der Spree schwimmen, danach mit dem Rad ums Brandenburger Tor fahren und abschließend durch das Regierungsviertel laufen.“ Ohne Großsponsor sei das im Moment aber reines Wunschdenken.

Vielleicht hilft Frodenos Goldmedaille, mehr Akzeptanz für den Triathlonsport in Berlin zu schaffen. „Damit können wir jetzt vier Jahre lang hausieren gehen.“ Falls es in diesem Zeitraum gelingen sollte, den Berlin Man tatsächlich in die City zu verlegen, gebe es allerdings eine neue Herausforderung: „Wegen der Wasserqualität könnte es schwierig werden, in der Spree zu schwimmen“, sagt Alex.

Mehr dazu in unserem Berlin-Sport-Blog Heimvorteil.

0 Kommentare

Neuester Kommentar