Berliner Bars : Ab an den Strand

Der Sommer kann kommen: Jetzt wird wieder auf Sand gebaut. Anfang Mai beginnt die Open-Air-Saison.

Saskia Weneit
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So muss das sein: Die nackten Zehen im Sand, Wasser vor der Nase und Sonne am Himmel. Dann erst ist Frühling. Leider liegt Berlin nicht am Meer. Aber dafür hat es ja die Spree. Und den Landwehrkanal. Und, ganz wichtig: Strandbars. Erst wenn sie wieder öffnen, ist der Sommer zum Greifen nah. In alle Himmelsrichtungen verstreut liegen sie im Zentrum: Oasen, in denen man sich mit dem nervenden Alltag wieder versöhnen kann.

Im „Oststrand“ in Friedrichshain kann man schon jetzt auf Liegestühlen in die Sonne blinzeln. Auch im „Yaam“ am Stralauer Platz in Friedrichshain war man schnell: „Bei uns ist schon alles auf, wir wollten rechtzeitig bereit sein für die ersten Sonnenstrahlen.“ Während das „Beach at the Box“ in Charlottenburg noch in den letzten Vorbereitungen steckt, ist eine neue Bar im Bunde bereits geöffnet: Am Schiffsanleger Jannowitzbrücke in Mitte lädt das „Gestrandet“ zum Entspannen ein. Sand gibt es hier zwar nicht, dafür aber einen tollen Blick, Wassergeplätscher und Sandkästen für die Kleinen.

Der Saisonauftakt ist aber beim Großteil der Strandbars der 1. Mai – also sehr bald. Ein Urgestein unter den Strandbars hat dieses Jahr sein Konzept erweitert: Am Monbijoupark in Mitte kann man ab Mai am umgestalteten Ufer nun auch Pizza aus dem Steinofen genießen. Wer sich lieber bewegen will, geht einfach zu einem der Tanzabende mit Salsaklängen. Ansonsten kann man aber auch weiterhin einfach im Liegestuhl entspannen und hippes Mitte-Volk neben Touristen beobachten. Nicht fehlen dürfen natürlich auch dieses Jahr wieder die Beachvolleyballfelder. Die Bar „Beach 61“ in Kreuzberg wird da keine Wünsche offen lassen, ab Mai kann man sich austoben. Und im „Kiki Blofeld“ in Mitte ist ab 9. Mai wieder stundenlanges Herumfläzen im Sand angesagt.

Besonders beliebt ist nach wie vor das Spreeufer zwischen Oberbaumbrücke und Ostbahnhof. Doch am Ende der Saison gibt es einen Wehrmutstropfen: Die „Bar 25“, eine Perle unter den Strandbars, wird dieses Jahr das letzte Mal öffnen. Das Projekt Mediaspree sitzt den Machern im Nacken, genauer: die Vermieter, die das Gelände an Investoren abgeben wollen. So hat die BSR–Tochter Spree Urban, der der Boden unter der „Bar 25“ gehört, bereits per Gerichtsbeschluss die Räumung des Geländes erwirkt. Am 1. September ist Schluss.

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