Berliner Museen : 36 Millionen für Erweiterung des Märkischen Museums

Das Märkische Museum und das Marinehaus sollen in den kommenden Jahren zum zentralen Standort der Stiftung Stadtmuseum Berlin ausgebaut werden. Die Stiftung gibt dafür fünf ihrer Standorte auf.

BerlinFür Baumaßnahmen und Ausstattung der beiden Gebäude würden insgesamt 36,5 Millionen Euro investiert, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) . 23,8 Millionen Euro entfielen auf das Marinehaus, 12,7 Millionen Euro auf das Märkische Museum.

Das unweit des Märkischen Museums gelegene Marinehaus soll rekonstruiert und in seiner historischen Substanz erhalten werden, "soweit dies mit einer modernen musealen Nutzung vereinbar ist", heißt es. Geplant ist, dort ab 2012 auf 3000 Quadratmetern Ausstellungsfläche Berliner Geschichte des 20. Jahrhunderts zu zeigen. Die Sanierung des Märkischen Museums folgt 2012/13.

Die Stiftung gibt laut Senatskanzlei im Gegenzug insgesamt fünf Standorte in der Brüderstraße, der Poststraße, der Wallstraße und der Schlossstraße auf. Die Bestände der verschiedenen Sammlungen sollen im Märkischen Museum konzentriert werden. Damit wird sich die Stiftung Stadtmuseum künftig noch an sieben Standorten präsentieren.

Schmitz sagte, mit der Maßnahme werde eine großartige Investition in die Berliner Kulturlandschaft auf den Weg gebracht. Die Stiftung erhalte die einmalige Chance, sich deutlicher in der vielfältigen Museumslandschaft Berlins zu präsentieren und vor allem die für viele Berliner und Touristen interessante Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts stärker als bisher herauszustellen.

Der ehemalige Kultursenator Thomas Flierl (Linke) begrüßte die Investitionsentscheidung. Die Linksfraktion sehe dadurch ihre kulturpolitischen Bemühungen für eine Stärkung des Stadtmuseums "belohnt". Flierl verwies darauf, dass erweiterte Ausstellungsräume sowie geschichtspolitische Ansprüche an das Stadtmuseum spätestens mit der Eröffnung des Marinehauses einen eigenen Ausstellungsetat erforderten. (mit ddp)

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