Bewegung nach dem Fest : Die kriegen ihr Fett weg

Nach den Feiertagen lassen die Berliner ihrem Bewegungsdrang freien Lauf.

315883_3_xio-fcmsimage-20091226212112-006003-4b36703856e21.heprodimagesfotos831200912272obq4810.jpg dpa
dpa

Lebkuchenherzen abtrainieren, Festtagsspeck wegschwitzen: Für die Mitarbeiter von Partyservice-Anbietern in Berlin wie der Buckower Fleischerei Kretschmer kein Problem. Die haben die ganzen Festtage über für Feiergesellschaften Gänse in den Ofen gestemmt, braune Soße in Bottichen gerührt – und sind vielerorts wie auf Schlittschuhen über den glatten Küchenboden geschliddert. Andere Berliner sehnen sich indes nach vier Adventswochen und drei Weihnachtstagen mit Futtern ohne Ende nach Bewegung.

Ordentlich Kalorien haben jedenfalls die Teilnehmer des 11. „Gänsebratenverdauungslaufs“ am gestrigen zweiten Weihnachtsfeiertag verbrannt. Viele gingen sogar kostümiert auf die Strecke am Rande des Grunewalds, Rot-weiß dominierte, und hier und da verbreiteten Schneerestflecken winterliche Stimmung. Ach, wohl denen, die in den – immer ein bisschen kälteren – Außenbezirken wohnen und dank zusammengeschobener Schneereste noch ihre Kinder auf dem Schlitten glücklich machen können – und beim Ziehen selbst ordentlich in Fahrt kommen. Sicherer ist die Kunstschneelage da auf der größten mobilen Rodelbahn Europas, bei der Winterwelt am Potsdamer Platz. Die 12 Meter hohe und über 70 Meter lange Rodelbahn kann man auf großen Reifen hinuntersausen – vorher muss man aber erstmal die Treppenstufen hoch. Zu verdanken haben die Berliner den Winterzauber samt Schlittschuhbahn unter freiem Himmel auf der 520 Quadratmeter großen mobilen Eisbahn am Marlene-Dietrich-Platz vor allem dem Salzburger Land als Veranstalter, so kann man zum Après-Rodeln in „Schmankerl-Hüttn“ oder „Salzburger Stiegl“ einkehren. Was für ein Berlin-Gefühl: Erst steht man draußen in der Hochhauscity, dann mitten in scheinbar hochalpiner „Anton-aus-Tirol“-Sangesrunde.

Wenn im Flachland schon nicht die Seen zugefroren sind, lassen sich immerhin auf vielen temporären Eisbahnen schweißträchtige Schlittschuhrunden drehen. Am Neptunbrunnen geht es allerdings am heutigen Sonntag das letzte Mal während der diesjährigen Weihnachtssaison immer im Kreis herum. Aber allzu viel sollte man nun auch nicht abtrainieren. Zu manchem passen einfach ein paar Pfunde mehr. Und wer wollte schon einen Weihnachtsmann mit Sixpacks. kög

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben