Biergärten : Sonne tanken bei einem kühlen Hellen

Das Wetter meinte es in diesem Sommer oft nicht gut mit den Biergärten. Da er noch lange nicht zu Ende ist, hier ein paar Tipps fürs Trinken im Freien.

Rita Nikolow
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Bisher lud das Wetter eher selten zum Biergartenbesuch ein -Foto: dpa

BerlinBiergärten, die Loretta heißen, haben es nicht leicht in Berlin. Vor zwei Jahren musste das „Loretta im Garten“ an der Lietzenburger Straße schließen, weil der städtische Liegenschaftsfonds das Gelände verkauft hatte. Und Ende September macht auch das „Loretta am Wannsee“ zu. Der Eigentümer des Geländes hat andere Pläne. Aber Pächterin Stephanie Schade will ihren „ungeschminkten“ Biergarten, der seit 27 Jahren besteht, gerne weiterführen: „Wir suchen eine neues Gelände und freuen uns über jeden Tipp.“ Glücklicherweise sind es bis Ende September ja noch ein paar Wochen, in denen sich der Großstädter auf einem der 1200 Plätze des Biergartens erholen kann, während die Kleinen auf dem Spielplatz toben.

Und wer Zeit hat, noch etwas weiter rauszufahren, kann sich in Potsdam unter freiem Himmel mit Bier oder welchem Getränk auch immer amüsieren. Ein besonders schöner Ausblick lässt sich im Biergarten der Meierei, nahe Schloss Cecilienhof, genießen – auf den Jungfernsee. Anstoßen können Besucher zum Beispiel mit einem hausgebrauten Meierei-Hell. Die Anreise ist übrigens auch auf dem Wasserweg möglich, die Anlegestation Cecilienhof liegt gleich neben der Meierei.

Für alle, die weniger Zeit haben, gibt es auch in Berlin genügend Möglichkeiten zum Trinken unter freiem Himmel. Zum Beispiel im Schleusenkrug am Tiergartenrand, nahe Bahnhof Zoo. Wenn es dunkel wird, gehen über dem Garten bunte Lämpchen an, und man fühlt sich, als wäre man ganz weit draußen auf dem Land.

Einen Kurzurlaub in Krisenzeiten verspricht der Bundespressestrand (Kapelle-Ufer 1). Der Sandstrand bietet Platz für 3000 Besucher – weshalb Betreiberin Johanna Ismayr wie alle Kollegen auf beständige Sonnenstrahlen hofft.

Wie in Omas Garten sitzen Besucher im Heinz Minki (Vor dem Schlesischen Tor 3) in Kreuzberg. 900 Quadratmeter ist die Oase mit den vielen Apfelbäumen groß, und Koch Walter backt dort täglich Pizza.

Wer dem Wetter aber nicht traut: Im Pratergarten, Berlins ältestem Biergarten, geht man auf Nummer sicher. Von den 60O Sitzplätzen sind 80 überdacht. Keine schlechte Idee für einen Sommer wie diesen.

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