Bis zum 22. Januar : Maler André Krigar zeigt 50 Berliner Szenen in Öl

Die neue Ausstellung des Berliner Malers André Krigar heißt "Unterwegs in Berlin". In 50 Szenen hat der 58-Jährige die Hauptstadt zu allen Jahreszeiten, bei Tag und Nacht und bei Wind und Wetter in Öl auf Leinwand eingefangen.

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"Unterwegs in Berlin" heißt die neue Ausstellung des Malers André Krigar. Zu sehen sind die Gemälde des 58-Jährigen noch bis zum 22. Januar in der Galerie Classico, Schützenstraße 52 in Steglitz (Mi.-Fr., 15-19 Uhr und Sa. 11-16 Uhr). Eine Bildergalerie: In einem Restaurant am Savignyplatz sitzen die Gäste unter freiem Himmel. So manch eine Szene in Krigars Ausstellung "Unterwegs in Berlin" macht Appetit auf den Sommer 2011.Weitere Bilder anzeigen
Foto: promo
16.12.2010 12:12"Unterwegs in Berlin" heißt die neue Ausstellung des Malers André Krigar. Zu sehen sind die Gemälde des 58-Jährigen noch bis zum...

„Berlin ist immer anders, aber die Orte sind gleich, wenn sie auch manchmal ein anderes Kleid tragen“ – so erklärt der Maler André Krigar seine Lust, immer mal wieder die eigene Heimatstadt ins Bild zu setzen. Dies Jahr hatte der 58-Jährige seine Staffelei schon in Italien, Finnland, Nord- und Süddeutschland und in den Niederlanden aufgebaut und seiner Leidenschaft freien Lauf gelassen, Straßen, Plätze, Landschaften und ihre Bewohner in Tag- und Nachtschichten bei allen Wettern zu malen. Dann aber schien es an der Zeit, mal wieder durch die eigene Stadt zu streifen und Berlin zu malen – verwirrend bunt, realistisch und so expressiv, wie es Krigars Art ist.

In der Steglitzer Galerie Classico ist jetzt zu sehen, was der Maler „unterwegs in Berlin“ erlebt und empfunden hat. In fünfzig Szenen ist die Stadt in Öl präsent, hier kann der Betrachter staunen oder träumen - und die Bilderwelt mit der real existierenden Wirklichkeit da draußen vergleichen. Ist die Fassade in der Rheinstraße wirklich so hell, wie sie hier in der Wintersonne scheint? Ist es nicht das lässige Flair um die Flaneure am Bahnhof Savignyplatz, das unsere Stadt, nicht nur hier, so reizvoll macht? Haben wir nicht beneidenswert viel Grün auf den Plätzen und an den Straßenrändern, noch dazu, wenn es die matten Strahlen der Abendlaternen aus dem Dunkel hervorzaubern?

Hier stille Parks, daneben der flutende Verkehr zwischen den prächtigen Gebäuden Unter den Linden und die edle, mit einem einzigen Bild ziemlich unfassbare Museumsinsel. Hier stand der Maler übrigens schon an seiner Staffelei, als man noch Passierscheine brauchte, um eingelassen zu werden, an Leinwand, Pinsel und Farbe hat sich übrigens damals niemand gestört. „Das Berliner Provisorium ist jetzt vorbei, wir spüren eine große Normalität: Berlin hat seine neue Identität gefunden“, sagt André Krigar. Er ist alles andere als ein Schönwettermaler. Berlin ist eigentlich immer schön – auch bei Regen. – „Unterwegs in Berlin“ in der Galerie Classico, Steglitz, Schützenstraße 52, bis 22. 1., Mi. - Fr. 15 - 19, Sa. 11 - 16 Uhr.

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