Blumengroßmarkt : Jüdisches Museum kauft ehemalige Blumenmarkthalle

Das jüdische Museum kauf die ehemalige Markthalle des Blumengroßmarktes an der südlichen Friedrichstraße. Dort soll eine Akademie entstehen - sowie neuer Raum für Kultur- und Bildungsveranstaltungen.

Die ehemalige Markthalle des Blumengroßmarkts an der südlichen Friedrichstraße wird an die Stiftung Jüdisches Museum Berlin verkauft. Der Tagesspiegel hatte von den Plänen des Museums berichtet. Nun habe der Aufsichtsrat der Berliner Großmarkt GmbH der Veräußerung des 10.000 Quadratmeter großen Grundstückes zugestimmt. Das teilte am Montag der Liegenschaftsfonds Berlin mit, der mit dem Verkauf des gesamten Blumengroßmarktareals beauftragt ist.

Die Stiftung Jüdisches Museum wird den Angaben zufolge in der ehemaligen Markthalle eine Akademie einrichten und neuen Raum für Kultur- und Bildungsveranstaltungen sowie die Bibliothek schaffen. Das im September 2001 eröffnete Museum sei ursprünglich für 300 000 Besucher pro Jahr ausgelegt gewesen. Tatsächlich kämen derzeit jährlich rund 750 000 Gäste.

Die Umsetzung des Erweiterungsbaus erfolge nach den Plänen des US-Architekten Daniel Libeskind, der bereits das zickzackförmige Museumsgebäude an der Lindenstraße entworfen hatte, wie der Geschäftsführende Direktor der Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Börries von Notz, mitteilte. Die Umbauarbeiten beginnen voraussichtlich im August.

Rund um die Halle gibt es weitere rund 13 000 Quadratmeter große Freiflächen, die in den nächsten Jahren verkauft werden sollen, hieß es. Liegenschaftsfonds und Gesellschaft wollten Vorschläge unterbreiten, die sowohl die Interessen der Großmarkt GmbH als auch stadtentwicklungspolitische Ziele des Landes und des Bezirks berücksichtigen. Mit der internationalen Vermarktung dieser vier Baufelder werde im Herbst auf der Immobilienmesse ExpoReal in München begonnen.
Die Blumengroßhändler haben nach Angaben des Geschäftsführers der Berliner Großmarkt GmbH, Andreas Foidl, am neuen Standort in der Beusselstraße eine etwa doppelt so große Verkaufsfläche wie in der Friedrichstraße. Dort hatten Erweiterungsmöglichkeiten gefehlt, das hohe Verkehrsaufkommen habe den Kunden und Händlern zunehmend zu schaffen gemacht. ddp

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